Anträge ans Programm „Moderne Sportstätten 2022“ schlummern in Düsseldorf

Enser Vereine warten auf Zuschuss-Zusage

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Der Duschraum in Waltringen soll mit dem Geld saniert werden.

Bremen – Die Sanierung von sechs Enser Sportheimen beziehungsweise der Bau des Kunstrasenplatzes in Höingen über das Landes-Programm „Moderne Sportstätten 2022“ drohen mächtig ins Stocken zu geraten.

Bislang nämlich ist noch keiner der bisher in der Düsseldorfer Staatskanzlei eingereichten Anträge bewilligt. Ganz im Gegenteil: Zwischenzeitlich lagen dem Vorsitzenden des Gemeindesportverbandes, Dr. Andreas Langer, der das Verfahren für die heimischen Clubs und die Verwaltung betreibt, sogar drei Absagen vor. 

Zwar wurden die vom Zuschuss-Geber monierten Formfehler zügig aus der Welt geräumt und die korrigierten Anträge bereits Mitte Januar erneut auf den Weg nach Düsseldorf gebracht. Seither aber herrscht Funkstille, hängen Vereine, Verwaltung und Gemeindesportverband komplett in der Luft. Wobei zweifelfrei ein Antrag von besonderer Bedeutung ist: So sollen über das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ allein 77 000 Euro für den Bau des Kunstrasens in Höingen fließen. 

Und insofern zeigte sich Dr. Andreas Langer gestern ebenso ratlos wie durchaus auch verärgert. Denn gerade Ense hatte mit seinen schnellen Entscheidungen auf allen Ebenen seine Hausaufgaben gemacht, um in den Genuss der Förderung zu kommen. 

Nach vier Wochen Formfehler moniert

Indes: In Düsseldorf brauchte man nach seiner Aussage allein vier Wochen, um den Gemeindesportverbands-Vorsitzenden auf einen simplen Formfehler im Antrag hinzuweisen.Dabei ging es zum einen um fehlende Nutzungs- beziehungsweise Pachtverträge der Vereine sowie um die Ausweisung der jeweiligen Eigenanteile der Clubs und der Gemeinde. Unterlagen, die umgehend Mitte Januar nachgereicht wurden, ohne dass man bislang eine Reaktion aus Düsseldorf erhalten hat. Auch das Antragsverfahren, das digital abgewickelt werde, habe anfangs seine technischen Tücken gehabt, erinnert sich Dr. Andreas Langer.

Wobei aus Enser Warte erschwerend hinzukommt: die Absagen aus Düsseldorf bezogen sich nur auf die ersten drei Anträge jener Prioritätenliste, die von der Gemeinde vergangenes Jahr beschlossen wurde. Das betrifft den TuS Bremen, die Sportgemeinschaft Oberense und die Sportfreunde aus Waltringen. Bezüglich des Antrags für den Höinger SV und den SSC Höingen gibt es noch überhaupt keine Aussage.

Wie im Vorjahr von der Politik beschlossen, sollen der TuS Bremen, die SG Oberense, die Sportfreunde Waltringen, der TuS Niederense, der Höinger SV und der SSC Höingen Mittel in Höhe zwischen 11 000 und 62 000 Euro aus dem Landes-Programm „Moderne Sportstätten 2022“ erhalten. 

Das Geld soll hauptsächlich in die Sanierung der Sportheime gesteckt werden. Eine Ausnahme bildet eine Summe von 77 000 Euro, die für den Bau des neuen Kunstrasens in Höingen Verwendung finden soll. Die Auszahlung der Mittel erfolgt erst im Jahr 2021. Die vorzeitige Durchführung der Maßnahmen steht der Bewilligung dieser zusätzlichen Mittel aber nicht entgegen. 

Aus dem Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ hatte Ense 300 000 Euro erhalten. Anträge der Enser Clubs lagen bei einer Größenordnung von 487 428 Euro.

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