Enser produzieren mehr Restmüll und weniger Bioabfall

1 100 Tonnen Restmüll und 2 069 Tonnen Bioabfall sind im vergangenen Jahr in Ense angefallen. In Sachen Abfalltrennung nehmen es die Enser durchaus sehr ernst.

Bremen – Mehr Restmüll pro Kopf, dafür weniger Bioabfall je Einwohner. Die Müll-Bilanz für das vergangene Jahr fällt gemischt aus. Vor allem aber: Ense nimmt mit Blick auf die Abfalltrennung durchaus Spitzenplätze im Kreis Soest ein.

Nur in einer Kommune fällt weniger Restmüll an, nur in einer wird noch mehr Biomüll gesammelt. Das jedenfalls geht aus den jüngsten Statistiken von ESG und Gemeinde hervor.

So fielen im vergangenen Jahr an Restmüll in Ense insgesamt 1 110 Tonnen, was gut 90 Kilogramm pro Einwohner betrifft. In 2017 lag diese Zahl bei 84 Kilogramm. An Sperrmüll mussten in 2018 insgesamt 185 Tonnen entsorgt werden, was gut 15 Kilogramm je Einwohner entspricht. Ein Jahr zuvor waren es mit 14 Kilogramm pro Kopf annähernd ebenso viel. 

Auffälliger der Blick auf den in Ense anfallenden Biomüll. Hier lag das Aufkommen in 2018 bei insgesamt 2 069 Tonnen oder 168 Kilogramm je Einwohner. Gegenüber 2017 mit 183 Kilo bedeutet das einen Rückgang um 15 Kilo pro Einwohner. Die Gründe für diesen Rückgang dürften dabei vielfältig sein: Zum einen hatte nach wiederholt feststellbaren Fehlbefüllungen Tonnen-Kontrollen stattgefunden, an deren Ende so mancher Abfallbehälter stehen blieb. Aber noch etwas anderes gilt unter den Fachleuten als wahrscheinlich: So hat der sehr trockene Sommer in 2018 für einen spürbaren Rückgang etwa beim Rasenschnitt gesorgt. 

An Papier wurden in Ense in 2018 insgesamt 941 Tonnen bzw. 77 Kilo je Einwohner gesammelt. 2017 waren es 78 Kilo. Ähnlich unspektakulär stellen sich auch die Zahlen beim Gelben Sack dar: Hier wurden 30 Kilo pro Einwohner in 2018 abgeholt, ein Jahr zuvor waren es 29,5 Kilo. Wobei diese Abholung nicht im Verantwortungsbereich der ESG liegt. Beim Glas wurden 23 Kilo pro Einwohner eingesammelt.

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