"Enser Möbel & Mehr" will an einem Sozialkaufhaus festhalten

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Im Besitz des Vereins befinden sich laut Verwaltung die Gegenstände im Sozialkaufhaus.

Niederense – Der Verein „Enser Möbel & Mehr“ will auch nach Kündigung des Mietvertrages für die Räume in der Poststraße in Niederense am Angebot eines Sozialkaufhauses festhalten.

Das hat Vorstandsmitglied Marianne Neumann auf Anzeiger-Nachfrage erklärt. „Der Wille ist da“. Indes: Wie und wo es zukünftig ein „Sozialkaufhaus“ geben könnte, sei noch offen. 

Bekanntlich hatte der Sozialausschuss auf Empfehlung der Verwaltung am 11. April einstimmig beschlossen, den Mietvertrag für das Sozialkaufhaus in der Poststraße nicht über den 31. Januar 2020 hinaus zu verlängern, und zwar allein weil das Angebot die Erwartung nicht erfüllt habe. Die Miet- und Nebenkosten für das Objekt ließen sich mit den erzielten Erlösen jedenfalls nicht decken. Es habe sich herausgestellt, dass die Nachfrage nach gebrauchtem Mobiliar geringer ist, als durch den Verein prognostiziert, hieß es seinerzeit aus dem Rathaus. Und: „Aktuell ist nicht davon auszugehen, dass sich die Bedarfe und die Umsätze künftig positiver entwickeln“, so die Verwaltung. 

Erzielt wurden im Jahr 2017 insgesamt 7.053 Euro, in 2018 alles in allem 7.550 Euro. So besuchten mehr als 3.000 Kaufinteressenten in den vergangenen zwei Jahren das Sozialkaufhaus. Dass wiederum hatte Hans-Werner Neumann als Vorsitzender des Vereins „Enser Möbel & Mehr“ als Träger der Einrichtung in der Mitgliederversammlung Anfang April erklärt. Für ihn mithin klar: Das Sozialkaufhaus sei zu einem „Markenzeichen für die ehrenamtliche Tätigkeit in unserer Gemeinde und in den Nachbargemeinden geworden.“ Allerdings stecke hinter diesem Erfolg auch ein großer Einsatz: So seien im Jahr 2018 mehr als 9.000 Stunden aufgewandt worden.

Dennoch, so Hans-Werner Neumann, „müsse man „bei aller Freude und Anerkennung dessen, was wir gemeinsam bisher geschafft haben, realistisch bleiben und die zukünftigen Aufgaben neu überdenken, wirtschaftlich verträglich planen und dann mit frischem Mut anpacken.“ 

Ob der Verein die Räume in der Poststraße künftig selbstständig anmietet und das Möbellager dort fortführt, bleibt ihm überlassen. Wobei in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht unbedeutend ist: Das derzeit im Sozialkaufhaus vorhandene Mobiliar sowie die übrigen zum Verkauf vorhandenen Gegenstände sind Eigentum des Vereins „Enser Möbel & Mehr“. Davon zumindest geht man in der Verwaltung aus. Denn schließlich sei das Inventar dem Verein zur Verfügung gestellt worden, um es zu veräußern. Gleichwohl werde man helfend zur Seite stehen, so Fachbereichsleiter Dennis Schröder, im Rathaus unter anderem für Soziales zuständig.

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