Grüne Energie in Halbliterflaschen

In Ense schmeckt die Heimat nach Limette

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Ralf Hettwer und Simone Bankamp wissen, wie ihre Heimat schmeckt: Frisch wie eine steife Brise.

Ense – Leicht säuerlich schmeckt er, aber das verdankt er ja auch seinem Hauptgeschmacksfaktor, der Limette. Aber nicht zu sauer. Frisch schmeckt er. Frisch wie eine kräftige Windbrise, die jene Windräder antreibt, die das Etikett zieren und denen der froschgrüne Drink seinen Namen verdankt: Enser Energie.

Viele Orte haben ihre eigenen Liköre, Schnäpse oder Biere. Was den Soestern das Bullenauge und den Lippetalern der Lippetropfen, das ist für die Enser ihre flüssige Energie, ein Limetten-Likör mit 15 Prozent Alkohol.

Ihren Ursprung hatte der Zaubertrank jedoch nicht in der Idee, zu Festen wie dem am Sonntag anstehenden Allerheiligenmarkt in Ense ein eigenes Getränk zu etablieren. Vielmehr wollte der Initiativkreis vor vier Jahren bei Besuchen mal etwas Originelles überreichen können, so der Vorsitzende Ralf Hettwer: „Wenn wir irgendwo eingeladen werden, bringen wir ja immer ein Gastgeschenk mit. In der Regel war das dann der obligatorische Blumenstrauß. Daher kam uns irgendwann die Idee, ein Geschenk zu entwerfen, das einen Bezug zu dem hat, womit Ense sich stark identifiziert – und das ist nun einmal die Energie. Davon wird hier täglich mehr produziert, als die Gemeinde verbrauchen kann. Also haben wir das zum Thema genommen: Wir verschenken Energie und wünschen alles Gute für die Zukunft. Das bringt die Leute zum Schmunzeln und bringt somit tatsächlich Energie“.

Fabian Brunnberg gestaltete das Etikett

Das Etikett mit dem Windkraftrad gestaltete der 21-jährige Künstler Fabian Brunnenberg (siehe dazu das Porträt von Samstag) ebenso wie das große Plakat mit seinen Darstellungen diverser markanter Gebäude aus allen 14 Ortsteilen der Gemeinde. Eigens wurde auf dem Etikett ein Leerraum gelassen, auf dem die heimischen Geschäfte, Vereine und Verbände ihr Logo aufdrucken lassen können.

Die Farbe des Likörs soll natürlich den grünen landwirtschaftlich geprägten Charakter der Gemeinde widerspiegeln. Und der Geschmack? „Es war einfach der, der uns am besten schmeckte“, erzählt Ralf Hettwer.

Ein halber Liter Energie: Das gibt es so nur in Ense (zur Vollansicht bitte das Kreuz oben rechts anklicken).

Doch genau genommen kommt die Enser Energie aus Wickede. Thomas Fabri und Philipp Pantel von der dortigen Werbeagentur PunktZwo haben bereits für ihre Heimat das „Wickeder Tröpfchen“ entwickelt, das es gleich in mehreren Geschmacksrichtungen gibt, sowie eine Handvoll Börde-Brände und -Liköre.

„Besonders gut schmeckt er als Cocktail auf Eis mit Prosecco“, gibt Hettwer auch gleich passende Tipps zur weiteren Veredelung des Energiespenders: „Auf den Enser Messetagen ist er so schon eine Art Kultgetränk geworden.“

Beliebt ist er auch Teil von Geschenkkörben mit ausschließlich Enser Produkten. 500 Flaschen werden im Schnitt im Jahr abgesetzt, so Hettwer, die Hälfte davon wird von Privatleuten gekauft. Finanzielle Aspekte spielten jedoch keine Rolle dabei, betont Hettwer: „Wir wollen damit kein Geld verdienen – aber auch nicht draufzahlen.“

Erhältlich ist die „Enser Energie“ zum Preis von 13,90 Euro pro Flasche bei Edeka Wortmann, in der Bäckerei Klapp, bei Getränke Suermann und bei Provinzial Hettwer.

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