Verdächtige Bremsspuren

Wurde auf der Möhnestraße ein illegales Autorennen gefahren?

Eigentlich ist die Möhnestraße zwischen Niederense und Günne derzeit abgesperrt, jetzt aber wurden frische Bremsspuren gefunden.

Niederense - Wer hat die Bremsspuren auf der Möhnestraße (K8) zwischen Niederense und Günne hinterlassen? Vielleicht wurde dort sogar ein illegales Straßenrennen gefahren. Die Mitarbeiter vom Kreis Soest rätseln und warnen, denn das Befahren der abgesperrten Straße sei nicht ungefährlich. 

Die Angelegenheit wurde an die Polizei weitergereicht, heißt es aus dem Kreishaus.

Beim Ordnungsamt in Bremen landete das Foto mit den frischen Bremsspuren am Montagmorgen auf dem Schreibtisch, da es sich bei der K8 um eine Kreisstraße handelt, wurde das Bild an den Kreis nach Soest weitergeleitet. Thomas Schäckel vom Kreis Soest ist für die gesperrte Straße zuständig. „Das sind richtig schwere Dinger, die lassen sich nicht mal eben mit den Händen wegschieben“, sagt er über die Absperrungen. Er geht davon aus, dass die mit Holzspänen gefüllten Behälter mutwillig an die Seite geschoben wurden – vermutlich sogar mit einem Auto – und anschließend auf der Straße die Bremsspuren hinterlassen wurden.

„Das ist eine Ordnungswidrigkeit. Als ob jemand ein fremdes Grundstück ohne Genehmigung betritt, obwohl ein Bauzaun drumherum steht“, verglicht der Kreishaus-Mitarbeiter. Dementsprechend habe man die Polizei informiert.

Geologische Gutachten kommt in der nächsten Woche

Die K8 ist derzeit gesperrt, weil Gesteinsbrocken von dem Steilhang auf die Straße gefallen waren. Zwischen Niederense und dem westlichen Ortsausgang von Günne hatte der Kreis die Straße daraufhin dicht gemacht. Mittlerweile hat der Kreis die Absperrung aus Richtung Günne um zwei Kilometer versetzt, damit Jäger und Angler die entsprechenden Stellen erreichen können, erklärt Schäckel.

Das geologische Gutachten zum Zustand der Hänge neben der Möhnestraße soll beim Kreis in der nächsten Woche vorliegen. Anschließend sollen die nötigen Maßnahmen ausgeschrieben werden. Thomas Schäckel geht davon aus, dass einige Stellen voraussichtlich mit Stahlnetzen gesichert werden müssen – darunter auch der große Hang auf der linken Seite der Straße unmittelbar nach der Ausfahrt aus Niederense.

Kleine Steine auf der Straße gefunden

Schäckel hat sich die Straße in den vergangenen Tagen noch einmal selber angeschaut und kleinere Steine auf der Fahrbahn gefunden.

Trotzdem macht er den Anwohnern der Straße Am Riesenberg in Niederense Hoffnung, dass die Straße schon bald wieder freigegeben werden kann. „Vielleicht können wir Radfahrern das Befahren der Straße sofort wieder erlauben, wenn das Gutachten nicht dagegen spricht“, erklärt Thomas Schäckel. Er verstehe, dass die Bürger das erhöhte Verkehrsaufkommen beklagen und das nicht nur Autos, sondern auch vermehrt LKW die Straße Am Riesenberg benutzen.

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