Ense verbindet Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit

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Zum Dialog in Sachen Klimaschutz tr afen sich Pauli-Prokurist Christian Melchers, Kreis-Klimaschutzmanager Franz Hockelmann, Paul Grünberg von „Fridays For Future“, der CDU-Europaabgeordnete Dr. Peter Liese, Pauli-Umweltmanager Ulrich Häken und Firmenchef Franz-Bernd Pauli (von links) im Unternehmen.

Parsit – Die Gemeinde Ense mit ihrem Industriepark in Höingen darf sich als „Vorzeige-Kommune“ in Sachen Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bezeichnen.

Dieses Zeugnis hat ihr am Freitagnachmittag Frank Hockelmann ausgestellt, seit 2013 Klimaschutzmanager beim Kreis Soest.

Anlass dieser Bewertung war ein Besuch des CDU-Europaabgeordneten Dr. Peter Liese sowie von Paul Grüneberg von der Bewegung „Fridays For Future“ im Unternehmen Pauli. 

Dabei war der Ort des Zusammentreffens kein Zufall: Denn mit dem gemeinsamen Termin in dem Parsiter Betrieb wollte der Christdemokrat den „Bogen spannen von jungen Menschen zur Wirtschaft“. 

Und am Ende der Visite stand für alle fest: „Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus.“ Ense und die Firma Pauli seien dafür eben gute Beispiele. 

So erinnerte Firmeninhaber Franz-Bernd Pauli die Gäste an den Bau einer Freiflächen-Photovoltaikanlage auf dem Gelände des Unternehmens. Vor allem aber an die millionenschwere Investition in eine hochmoderne Laserschneidanlage, für die im vergangenen Jahr eine Förderung durch das Bundeswirtschaftsministerium zugesagt worden war. Und diese Maschine verbraucht zwei Drittel weniger Strom als ihre Vorgängerin. Sie spart zudem 69.000 Kilo CO2, wie Ulrich Häken ausführte, seines Zeichens Umweltmanager des Unternehmens. 

Doch in Ense gibt es noch viele solcher Beispiele. Denn das für den Industriepark erarbeitete Klimaschutz-Teilkonzept sieht Maßnahmen vor, die eine Einsparung von 14.000 Tonnen CO2 pro Jahr mit sich bringen, so dass der Ausstoß von 34.000 Tonnen auf 20.000 Tonnen verringert werden kann. Mit Blick auf die Erzeugung des Stroms produziert Ense ohnehin mehr als es verbraucht. „Die Unternehmer wissen, an welchen Schrauben sie drehen müssen“, so Franz Hockelmann.

Für Paul Grüneberg „gute Nachrichten“. Wobei dem Soester wichtig ist, bei allen Bemühungen um den Klimaschutz „die wirtschaftliche Seite nicht aus dem Blick zu verlieren.“ Gleichwohl müsse man „Inhalte und Tempo verbinden“ und einen „Kompromiss finden, der für alle Seiten funktioniert“. Deshalb setzt Paul Grüneberg auf den Dialog, möglichst emotionslos und sachorientiert – so wie Freitagnachmittag.

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