Ende der Sommerferien

Schule startet ohne Leitung in das Schuljahr

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Seitdem Stephanie Bingener die Sekundarschule vor fast einem Jahr verlassen hat, ist die Schulleiter-Stelle vakant. Jetzt wird auch noch ein Stellvertreter gesucht.

Bremen – Wenn am Mittwochmorgen die Schüler zurück in die Conrad-von-Ense-Schule strömen, dann ist alles anders als noch vor einem Jahr. Und auch die Situation vor den sechs Wochen langen Sommerferien war eine Andere. 

Hintergrund ist nicht, dass die Schüler in ihren Klassenräumen einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, sondern, dass die kommissarische Leitung der Schule wieder einmal in andere Hände übergegangen ist. Ein Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg macht Lehrern und Schülern jetzt Hoffnung, dass zumindest eine der beiden offenen Stellen in der Schulleitung schnell besetzt werden kann.

„Es wird nicht zum Schuljahresbeginn klappen, aber in den nächsten Wochen wird sich etwas tun“, erklärt der Sprecher der Bezirksregierung auf Anzeiger-Nachfrage. Gemeint ist, der Posten der stellvertretenden Schulleitung kann schon bald wieder besetzt werden.

Vor rund einem Jahr hatte Schulleiterin Stephanie Bingener die Sekundarschule verlassen, sie trat bei der Bezirksregierung eine Stelle als schulfachliche Dezernentin für Sekundar- und Gesamtschulen an. Bingener hatte die Leitung der Conrad-von-Ense-Schule 2008 nach dem plötzlichen Tod des vorherigen Schulleiters Werner Hütten übernommen.

Nach dem Abschied von Bingener übernahm ihre Stellvertreterin, Michaela Götte, die kommissarische Leitung der Schule. Bis zum letzten Schultag vor den jetzt vergangenen Sommerferien, denn zum 1. August trat Götte ebenfalls einen neuen Posten an – als Rektorin des Grundschulverbundes Thülen-Alme-Hoppecke im Sauerland. Die kommissarische Leitung der Schule hat derzeit Claudia Holz inne, Didaktische Leiterin der Conrad-von-Ense-Schule.

Nach dem Abschied von Bingener lief die Suche nach einem Nachfolger für die vakante Rektorenstelle auf Hochtouren. Im November 2019 wurde der Posten erstmals ausgeschrieben, im April endete auch die zweite Ausschreibung der Bezirksregierung ohne den gewünschten Erfolg. Vor rund zwei Monaten bestätigte eine Sprecherin der Bezirksregierung dann, dass es eine Bewerbung bei der dritten Ausschreibung gegeben habe.

Gemeinde hat keinen Einfluss

Jetzt heißt es von der Bezirksregierung, dass es wohl ein wenig dauern wird, bis der Posten wieder besetzt werden kann. Ob die eingegangene Bewerbung noch in Betracht gezogen wird, dazu wollte sich die Bezirksregierung nicht weiter äußern.

„Es ist mittlerweile ein langwieriges Verfahren, darauf hat die Gemeinde aber keinen Einfluss“, sagt Bürgermeister Hubert Wegener und fügt hinzu: „Wir sind sehr an einer Lösung interessiert.“ Wegener ist optimistisch, dass auch die Rektorenstelle im nächsten halben Jahr besetzt werden kann. „Es ist ein verantwortungsvoller Posten“, erklärt Wegener, der sich eine gute Lösung für alle Seiten wünscht.

"Keine alltägliche Situation"

„Ja, es ist keine alltägliche Situation für eine Schule“, bestätigt auch der Sprecher der Bezirksregierung. Deswegen stehe man in engem Kontakt mit Gemeinde und Schule. „Wir begleiten die Schule, stehen intensiv für Beratung zur Verfügung“, erklärt der Sprecher. Die Organisationsform einer Sekundarschule mit Abteilungsleitungen helfe, um die schwierige Situation zu meistern. Die Konrektor-Stelle sei unterdessen schnell ausgeschrieben worden. „Das sollte zeitnah funktionieren“, ist der Sprecher der Bezirksregierung zuversichtlich, dass immerhin eine Nachbesetzung in der Schulleitung rasch klappt.

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