Naturprojekt

Schüler erhalten Umweltpreis von der Gemeinde

Lüttringen/Bremen/Waltringen – Der Umweltpreis der Gemeinde Ense geht für das Jahr 2020 an die Kinder und Jugendlichen des Projekts „Enser Schüler Biotop Bremerbach“ – vorausgesetzt der Planungs- und Umweltausschuss stimmt am Dienstagabend dem Vorschlag der Verwaltung zu.

Bei dem Naturprojekt übernehmen die Schüler der Fürstenbergschule, der Conrad-von-Ense-Schule sowie die Kinder des Familienzentrums Lummerland in Lüttringen gemeinsam mit Lehrern und Erziehern die Verantwortung für eine 3700 Quadratmeter große Fläche im Bremer Bachtal zwischen Hünningen und Waltringen, um sie zu renaturieren. Eigentümer Hubert Zöllner hatte das Areal zweckgebunden an die Gemeinde verpachtet, um es Kindern und Jugendlichen zur Verfügung zu stellen.

Konrektor Bernold Uhrmeister von der Fürstenbergschule freut sich darüber, dass das Biotop für den Umweltpreis nominiert – und wahrscheinlich auch ausgezeichnet wird. „Wir haben genug Ideen“, sagt Uhrmeister zur Verwendung der 150 Euro, mit denen der Preis ausgelobt ist. So sollen unter anderem Nisthilfen für Vögel und Übernachtungshilfen für Fledermäuse von den Schülern der Conrad-von-Ense-Schule gebaut werden. „Wir wollen auch Kopfweiden pflanzen und ein Weidenhaus bauen“, sagt Uhrmeister. Zudem soll ein kleiner Weg angelegt werden und ein Holzsteg soll den Zugang zu zwei flachen Wasserstellen gewährleisten. Vier Klassen der Fürstenbergschule konnten sich in den vergangenen Tagen schon einen Eindruck von dem Areal machen. „Sie schaffen mit der Pflege der Flachwasserzonen und dem Erhalt des Schilfgürtels Lebensräume für gefährdete Pflanzen und Tiere unserer Region“, heißt es in der Erklärung der Verwaltung. Mit Unterstützung der Naturschutzbehörden würden die Kinder lernen, Verantwortung für Umwelt und Heimat zu übernehmen und so langfristig zu umweltbewussten Menschen werden, denen Nachhaltigkeit und Schutz von Heimat und heimischen Pflanzen- und Tierarten wichtig ist.

Gespräche über die abgerissene Brücke

Durch den Abriss der Brücke über den Bremer Bach zwischen Waltringen und Hünningen können die Schüler das Biotop derzeit nur noch von der Hünninger Seite aus erreichen. Der Beigeordnete der Gemeinde Ense, Andreas Fresen, bestätigt, dass sich die Gemeinde bei der Suche nach einer Lösung weiter im Austausch mit dem Kreis Soest befindet. Fest steht, dass die Pläne für die laufende Renaturierung nicht mehr verändert werden können. Denn sonst fließen keine Fördergelder mehr. Über eine neue Brücke – oder eine ähnliche Querungsmöglichkeit – kann mit der Unteren Naturschutzbehörde und der Unteren Wasserbehörde erst im Anschluss nach einer Lösung gesucht werden. Vorgesehen bei der Renaturierung ist bislang nur eine Furt für die Landwirtschaft. Dort, wo sonst die Brücke stand, über die auch Traktor und Co. den Bach überfahren haben, soll er jetzt durchfahren werden können. 

Konrad Bernold Uhrmeister hält Trittsteine für eine geeignete Lösung: „Die Kinder würden es lieben über den Bach zu springen.“

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