Geruchsbelästigung

Güllebehälter: Neubau in Oberense und Anlage in Lüttringen bekommen Deckel

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Der Güllebehälter in Lüttringen bekommt noch einen Deckel. Der Bauantrag beim Kreis Soest läuft bereits.

Bremen/Oberense/Lüttringen – Jetzt fehlt nur noch die Baugenehmigung vom Kreis Soest: Der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde hat am Dienstagabend einstimmig entschieden, dass dem Bau eines Güllebehälters in Oberense nichts mehr im Weg steht.

Erhält der Landwirt die Genehmigung vom Kreis, wird nicht mehr im Ausschuss darüber diskutiert.

Michael Heierhoff (SPD), der den Vorsitz des Ausschuss innehatte, erklärte vor der Abstimmung: „Wir haben das Thema schon in Lüttringen hoch und runter diskutiert.“ Der Beigeordnete der Gemeinde, Andreas Fresen, fügte hinzu, dass der Güllebehälter in Oberense nicht so sichtbar sein werde wie in Lüttringen. Auch einen Gülle-Tourismus, den Anwohner in Lüttringen befürchtet hatten, werde es in Oberense nicht geben. „Der Landwirt hat versichert, dass der Behälter für den Eigenbedarf genutzt wird“.

Privilegiertes Bauvorhaben 

Geplant ist ein Güllebehälter aus Stahlbeton mit einem Radius von 15 Metern und einer Höhe von 7 Metern. Das geplante Nettovolumen der Konstruktion soll bei 4900 Kubikmetern liegen, daraus ergibt sich ein Nutzungsvolumen von 4500 Kubikmetern. Der Behälter soll auf der Hofstelle des Landwirts, hinter dem Oberenser Sportplatz am Randbereich eines Feldes entstehen.

Udo Müller (Grüne) erklärte noch einmal, dass die Gemeinde bei einem solchen privilegierten Bauvorhaben zustimmt, weil sie es muss. Denn rechtliche Bedenken habe die Prüfung des Kreises nicht ergeben. „Die Haltung Gülle gegenüber ist eine andere Frage“, fügte Udo Müller hinzu, er befürchte am geplanten Standort aber keine Geruchsstörungen für die Anwohner. Ohnehin soll der Behälter einen Deckel bekommen.

Geruchsbelästigung in Lüttringen

In der Einwohnerfragestunde meldete sich am Dienstagabend ein Bürger zu Wort, der sich über eine vermeintliche Geruchsbelästigung durch den neugebauten Güllebehälter in Lüttringen und die noch fehlende Begrünung beklagte. Andreas Fresen antwortete, dass die Baugenehmigung für einen Deckel auf dem Behälter beim Kreis Soest auf den Weg gebracht worden ist. Bei der Bauabnahme durch den Kreis werde auch die Begrünung geprüft. In einem Schreiben an den Anzeiger, äußert sich Silke Biermann-Heeß (SPD) noch einmal über die geplante Gestaltung des Lüttringer Güllerbehälters: „Zu seiner Gestaltung gibt es kritische Stimmen und reichlich Zustimmung. Die SPD sieht eine gute Chance, das Künstler hier legal ihrem Hobby nachgehen und ihre Ideen kreativ umsetzen können. Wenn das gelingt, sponsert die SPD gern die Farben.“

Die SPD hatte sich mit dem Eigentümer des Güllebehälters geeinigt, dass die große Betonfläche für eine künstlerische Gestaltung zur Verfügung steht.

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