Crowdfunding-Aktion

Gemeinde findet eine Fläche für den geplanten Bürgerwald

+
Das Engagement für Enses neuen Bürgerwald in Waltringen ist groß: (von links) Edith Rebein (Gemeinde Ense), Heinrich Frieling (CDU), Andreas Vonnahme (CDU), Laureen Wunsch (Volksbank Hellweg), Revierförster Allan Mitchell, Bernd Wesselbaum (Volksbank Hellweg), Antonius Nölle (CDU), Andreas Fresen (Beigeordneter), Niklas Kost (CDU) und Silvia Klein (CDU) freuen sich, dass eine passende Fläche gefunden wurde.

Im Dezember hatte der Rat beschlossen in Ense einen Bürgerwald einzurichten. Jetzt konnte die Gemeinde eine passende Fläche präsentieren. Eine einen Hektar große Waldfläche soll bei Waltringen nachgeforstet werden. Im Herbst sollen die ersten Bäume bereits stehen – finanziert durch Enses Bewohner.

Waltringen - Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen – das wünschen sich die Beteiligten für den neuen Bürgerwald. Bis es so weit ist, wird es noch Jahre dauern, der Grundstein wurde aber schon jetzt gelegt. Die Verwaltung präsentierte am Montagvormittag eine Fläche, auf der der geplante Bürgerwald entstehen soll.

Wer von Waltringen aus über die Wickeder Straße ins Nachbardorf Wickede gelangen will und kurz nach dem Ortsschild und noch vor der Autobahnbrücke rechts abbiegt, der fährt künftig geradeaus auf den Bürgerwald zu.

Zur Zeit stehen noch ein paar Bäume – darunter einige Buchen auf der Fläche –, die sollen aber in den nächsten Wochen entfernt werden. „Die Bäume müssen weg“, sagt Revierförster Allan Mitchell, schließlich sei die Gemeinde für die Verkehrssicherheit vor Ort zuständig und die Bäume durch die große Trockenheit nicht mehr zu retten. Einen Teil der Bäume habe eine Fachfirma bereits gefällt. Anschließend kann nachgeforstet werden.

Ein paar Buchen sind bereits gefällt worden, weitere sollen folgen: Trockenschäden sorgen dafür, dass die noch stehenden Bäume nicht mehr gerettet werden können. Anschließend soll dort der Bürgerwald gepflanzt werden.

Rund drei Hektar groß ist die Fläche der Gemeinde, die auf einer Seite an den Werler Stadtwald grenzt. Ein Hektar soll zum Bürgerwald werden. Künftig sollen hier Eichen, Linden, Kirschen und Ahornbäume ihren Platz finden. „Wir wollen den Waldrand wellenförmig gestalten, damit er besser vor Wind geschützt ist“, erklärt Mitchell. Auf mehr als acht Metern soll zunächst eine Kraut-, dann eine Strauchschicht angelegt werden. Schließlich sollen kleinere Bäume noch vor den größeren stehen.

Antrag der CDU

Der Bürgerwald geht auf einen Antrag der CDU zurück, der Rat hatte im vergangenen Dezember einstimmig zugestimmt. „Kreisweit wollen wir für jeden Bürger einen Baum pflanzen“, sagt CDU-Vorsitzende Silvia Klein, daraus sei in Ense die Idee des Bürgerwalds gereift. Dort sollen im Herbst 5000 Bäume gepflanzt werden.

Der Bürgerwald soll durch die Bürger finanziert werden. Enses Beigeordneter Andreas Fresen erklärt, dass in Zusammenarbeit mit der Volksbank Hellweg eine Crowdfunding-Aktion gestartet werden soll. Die Volksbank beteiligt sich nicht nur mit einem Startkapital von 750 Euro, sondern will auch jede Spende ab 5 Euro mit weiteren 5 Euro aufstocken. So sollen binnen 90 Tagen stolze 10 000 Euro gesammelt werden. Das reicht laut Revierförster Mitchell aus, um die Fläche wieder aufzuforsten. Die Beteiligten sind optimistisch, dass das Geld zusammenkommt. „Wir haben eine Erfolgsquote von 95 Prozent“, sagt Volksbank-Mitarbeiterin Laureen Wunsch über das Crowdfunding.

Wer sich entscheidet, für das Projekt zu spenden, soll später mit seinem Namen auf einer Tafel verewigt werden. Man verzichte aus Umweltgründen darauf, einzelne Namen an einzelne Bäume anzubringen, erklärt Andreas Fresen.

Weg für Spaziergänger

Bislang führt nur ein beinahe vollständig zugewachsener Wirtschaftsweg durch das Waldstück. Dieser soll für Spaziergänger wieder sichtbar gemacht werden. Silvia Klein würde sich wünschen, wenn der Weg später durch den Bürgerwald, hinein in den Werler Wald bis zur dort geplanten Aussichtsplattform führt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare