Bremer Bachtal

Dicke Baumstämme und lose Steine: Renaturierung auf der Zielgeraden

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Meterlange Baumstämme werden zwischen Waltringen und Hünningen in den Bach eingebracht.

Waltringen/Hünningen – Mehr als ein halbes Dutzend dicker Baustämme hat die von der Gemeinde Ense beauftragte Firma bereits im Bremer Bach versenkt.

Dort, zwischen Waltringen und Hünningen, wo sonst eine kleine Brücke die Überfahrt für landwirtschaftliche Maschinen ermöglicht hat, entsteht derzeit im Zuge der Renaturierung des Bremer Bachtals eine Furt, durch die Traktor und Co. die andere Seite des Bremer Bachtals erreichen können. Eine zweite Furt soll etwa einen halben Kilometer weiter entstehen.

„Es war der Vorschlag der Firma, die Furt auf den Baumstämmen zu errichten, weil sie sonst nicht standfest genug gewesen wäre“, sagt Uwe Schürmer, Tiefbauingenieur bei der Gemeinde. Die Baumstämme sollen die Last der schweren Maschinen abtragen, da die Furt ansonsten schnell kaputt gefahren werden könnte.

Im Böschungsbereich werden Rasengittersteine angebracht, die anschließend mit Oberboden gefüllt werden. Auf die Baumstämme wird zunächst grobkörniger Schotter aufgetragen, anschließend sollen lose Steine die Oberfläche der eigentlichen Furt bilden.

Gesamtkosten: 771.000 Euro

„Die zweite Furt wird in einer ähnlichen Bauweise hergerichtet“, erklärt Uwe Schürmer.

Die Arbeiten am Bremer Bachtal haben bereits im März begonnen. Die Renaturierung des Bachlaufs erfolgt auf einer Länge von 1928 Metern zwischen Waterlappe und der Mündung in die Ruhr, wobei bauliche Maßnahmen nur in den Bereichen vorgesehen sind, wo die Gemeinde Eigentümerin der angrenzenden Fläche ist.

„Ich gehe davon aus, dass die Baumaßnahmen im Bremer Bachtal in ungefähr vier Wochen abgeschlossen werden“, sagt Schürmer. Die Gesamtkosten für die Renaturierung liegen bei 771.000 Euro. Dabei werden die Arbeiten mit insgesamt 616.800 Euro gefördert.

An einer Lösung für Fußgänger an dieser Stelle zwischen den Dörfern werde weiter gearbeitet, heißt es aus dem Rathaus in Bremen.

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