Lebensretter für Laien-Helfer

22 Defibrillatoren in der Gemeide - hier werden sie angebracht

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Enses Beigeordneter Andreas Fresen und Rathaus-Mitarbeiterin Stefanie Müller stellen den Defibrillator-Standort in Volbringen vor.

Im Ernstfall sollen sie Leben retten – 22 Automatisierte externe Defibrillatoren (AED) werden zurzeit in der Gemeinde Ense angebracht. Ein Herz mit Blitz und einem Plus-Zeichen ist auf den  grünen Kästen zu sehen, der in Volbringen beispielsweise am Getränkehandel Suermann angebracht worden ist.

Bremen/Volbringen - „In den nächsten Wochen kommt die Fachfirma und nimmt die Geräte in Betrieb“, erläutert Rathaus-Mitarbeiterin Stefanie Müller. Eigentlich hätten die Geräte bereits vor einigen Monaten angebracht werden sollen, aber die Corona-Pandemie machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung, denn die Boxen konnten nicht geliefert werden.

Enses Beigeordneter Andreas Fresen erklärt, dass er schon einmal in eine Situation gekommen sei, in der ein AED vermutlich ein Leben gerettet hätte – „deswegen ist mir das Thema besonders wichtig.“

In jedem Ortsteil gibt es mindestens einen Defibrillator, der zumeist frei zugänglich im Außenbereich des Gebäudes angebracht wird. Einzig im Rathaus in Bremen und im Höinger Bauhof gibt es die AED im innern. 

Erste Hilfe durch Laien-Helfer

Ein automatisierter externer Defibrillator ist ein medizinisches Gerät zur Behandlung von defibrillierbaren Herzrhythmusstörungen durch Abgabe von Stromstößen. Im Gegensatz zu Defibrillatoren aus dem Rettungsdienst oder Kliniken sind AED wegen ihrer Bau- und Funktionsweise besonders für Erste Hilfe durch Laien-Helfer geeignet.

Schulungen durch das DRK

Hängen die Geräte, will der Enser Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes dennoch Schulungen anbieten. „Es geht vor allem darum, wann die Geräte eingesetzt werden sollen und darum, dass die Bevölkerung die Scheu verliert“, sagt Rotkreuzleiter Georg Stock.

Denn die Handhabe des AED sei im Grunde genommen sehr einfach, erkläre das Gerät sofort was zu machen sei, wenn es in Betrieb genommen wird. Über eine Schritt-für-Schritt-Erklärung geht es schließlich bis zum rettenden Stromschlag, wenn dieser denn nötig ist, denn auch hier hilft das Gerät mit Messungen. 

Die mit W-Lan ausgerüsteten Geräte sollen aus dem Rathaus ständig auf funktionsfähigkeit überwacht werden können. Die Defibrillatoren werden durch das „Leader“-Programm des Landes gefördert – mit rund 42 000 Euro wird das Projekt unterstützt.

Standorte der AED

Ortsteil:

Standort(e):

Bilme

Kindergarten

Bittingen

Gärtnerei Lehnen

Bremen

Tankstelle Grobe

Rathaus

Bäckerei Klapp

Ballspielhalle

Gerlingen

Hof Schäfer, Im Grund

Höingen

Feuerwehrgerätehaus

Bauhof

Höinger SV, Sportheim

Turnhalle

Hünningen

Feuerwehrgerätehaus

Lüttringen

Kindergarten

Niederense

Lindenhof

Sportheim

FC Süd

Oberense

Enser Versicherungskontor

Parsit

Kindergarten

Ruhne

mbv Fenster+Türen GmbH

Sieveringen

Feuerwehrgerätehaus

Volbringen

Getränke Suermann

Waltringen

Feuerwehrgerätehaus

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