Vogelschießen im Garten

Corona-Schützenfest: Schützen verlegen Partys in den Garten

Prost! Fabian Fahnenbrauck, Ralf Dolle und Heribert Weber (von links) genießen nach der Messe im Park am Spring gemeinsam ein Bier. Die Gaststätte Wulf in Parsit war ein beliebtes Ziel am Samstag bei den Schützen.
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Prost! Fabian Fahnenbrauck, Ralf Dolle und Heribert Weber (von links) genießen nach der Messe im Park am Spring gemeinsam ein Bier. Die Gaststätte Wulf in Parsit war ein beliebtes Ziel am Samstag bei den Schützen.

Ein Hauch von Schützenfest wehte am Samstag durch Bremen. Trotz anhaltender Corona-Pandemie lebten Tradition und Geselligkeit im Dorf auf.

Bremen - Marc Eidens fasste in Worte, was viele in Bremen bewegte: „Endlich wieder in Geselligkeit rauskommen“. Viele nutzten die Lockerungen durch die sinkende Inzidenz, um im Privaten oder in ihrer „Königsschmiede“, der Gaststätte von Theo Wulf, zusammenzukommen.

Zwar war es noch längst keine Parade unter den vielen Schützenfahnen im Ort, aber mit einer kleinen Abordnung aus Vereinsvorständen, Schützen und Jungschützen wurde der Kranz am Ehrenmal niedergelegt und der Tradition folgend, den Toten der Weltkriege gedacht. Im Anschluss zelebrierte Pastor Christoph Severin das Hochamt im Park am Spring an der Vogelstange – immer mit dabei: das Königspaar Alina Olmes und Dennis Bosmans im dritten Jahr ihrer Regentschaft.

Mit Stühlen in gebührendem Abstand und einem mit Blumenschmuck dekorierten Pavillon als Altarraum wurde ein schönes Ambiente geschaffen. Sogar die so exemplarische Blasmusik für das Schützenfest vom Musikzug Bremen durfte erschallen. Er habe die Nase voll von der Pandemie, erklärte Bezirkspräses Severin in seiner Predigt mit der er Hoffnung säen wollte.

„Der feierliche Rahmen ist uns wichtig“ betonte Brudermeister Georg Humpert. Die Schützen holten die Ehrungen aus dem vergangenen Jahr nach, ehrten außerdem die Jubelpaare und die Jubiläen der langjährigen Schützenbrüder.

Corona-Schützenfest: Jubilar reist aus Köln an

Ein Beispiel für die tiefe Verbundenheit ist Heinz Poggel, der extra aus Köln anreiste, um die Plakette für seine 70 Jahre in der Bruderschaft entgegen zu nehmen.

Nach offiziellen Teil wurde es gesellig. An der Kurfürstenstraße in Ruhne hatte man eigens ein Vogelschießen im Garten von Thorsten Ketller ausgerichtet. Und sich freiwillig die Pflicht für einen negativen Corona-Test auferlegt. „Die Stimmung ist auf jeden Fall da“, betont Heinz Knoop. Sonst gehe man um diese Zeit zu Theo Wulf zwischen Frühschoppen und Antreten, „heute kommt Theo zu uns“, erzählten die Ruhner.

Aber auch im Gasthaus Wulf am Ortsrand von Parsit gab man sich gesellig. „Der Brauchtumspflege keine künstlichen Grenzen setzen“, sagte Andreas Langer lachend, man wolle den Tag dort nicht nur „ausklingen“ lassen. „Hier ist unsere Königsschmiede“, verriet Jubelkönig Bernhard Marx. Er ließ sich mit weiteren Jubilaren und Freunden sein frisch gezapftes Bier schmecken.

Corona-Schützenfest: Ein paar unbeschwerte Stunden

In der Straße Im Haarhof in Bremen beging man das Schützenfest mal anders. Ein bisschen später habe man sich getroffen, erzählte Birgit Reißing, für einen gemütlichen Nachmittag. Sonst läute ihre elfköpfige Damenrunde das Schützenfest mit einem gemeinsamen Frühstück ein.

Schützenfest-Samstag in Bremen 2021

Schützenfest-Samstag in Bremen 2021
Schützenfest-Samstag in Bremen 2021
Schützenfest-Samstag in Bremen 2021
Schützenfest-Samstag in Bremen 2021
Schützenfest-Samstag in Bremen 2021

„Wir können uns endlich wieder sehen“, freute sich Anja Langer. „Sonst lassen wir an drei Tagen den Alltag außen vor“, sagte sie. Jetzt seien es wenigstens ein paar Stunden, ergänzten die Damen.

Trotz aller Corona-Regeln war der Tag für die Bremer ein kleiner Schritt zurück zur Normalität. Im nächsten Jahr will man aber wieder in der Schützenhalle feiern, da waren sich alle einig.

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