Corona-Impfungen: Hausarzt aus dem Kreis Soest impft jetzt auch für Unternehmen

Sandra Begemann aus der Praxis von Juan Carlos Rivera impft einen Mitarbeiter der Firma Severin.
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Sandra Begemann aus der Praxis von Juan Carlos Rivera impft einen Mitarbeiter der Firma Severin.

Der Bremer Arzt Juan Carlos Rivera hat am Dienstagabend die Mitarbeiter des Waltringer Unternehmens „Severin Holz und Kunststoff GmbH“ mit dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson versorgt. Bei den Ärzten in der Gemeinde sind die Telefone weiter überlastet.

Bremen/Niederense - Die Anfrage des Unternehmens habe man positiv beantworten können, weil eine ausreichende Menge an Impfstoff vorhanden sei, erklärt Juan Carlos Rivera. Der große Vorteil des Vektor-Impfstoffs sei, dass er nur einmal geimpft werden müsse. Die deutsche Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Johnson & Johnson für Menschen ab dem 60. Lebensjahr. Gleichzeitig hat die STIKO die Priorisierung für das Vakzin aufgehoben. Nach Rücksprache mit einem Arzt und einer individuellen Nutzen-Risiko-Aufklärung kann er allen Erwachsenen geimpft werden. Der Arzt will das Angebot auch anderen Firmen machen. Allerdings sei eine Terminabsprache notwendig, um die notwendigen Impfdosen zu bestellen.

Rivera erklärt, dass neben Johnson & Johnson auch der Impfstoff Astrazeneca in höherer Menge vorhanden sei. Anders sehe es beim Impfstoff Biontech aus. Zwar solle die Priorisierung ab dem 7. Juni aufgehoben werden, dass bedeute aber nicht, dass sofort ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen.

Corona-Impfung im Kreis Soest: Prioritätenliste ist noch immer lang

Das bestätigt auch Hausarzt Dr. Hartmut Neumann aus Niederense. Die Prioritätenliste bei Biontech sei noch immer lang und die zweiten Impfungen werden bevorzugt, sagt der Arzt. Es sei eine individuelle Entscheidung, ob man sich mit einem anderen Impfstoff impfen lassen wolle.

„Wir möchten uns weiter aktiv an der Pandemie-Bekämpfung beteiligen“, sagt Hartmut Neumann, aber auch die übrigen Patienten seien nicht weniger geworden. Am Samstag wolle man einen außerplanmäßigen Impftag einlegen, das haben auch andere Kollegen bereits gemacht, sagt Neumann. Impfungen für Firmen könne er aber nicht anbieten.

Die Nachfrage sei weiter hoch, sagen Neumann und Rivera unisono. So sind die Telefonanlagen in den Praxen weiter überlastet, erklären die Ärzte.

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