CDU-Ratsherr lässt bei Güllebehälter in Ense-Lüttringen nicht locker

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In der Kritik bleibt der geplante Standort für den Güllebehälter auf der Fläche hinter dem Heiligenhäuschen an der K 30. Zwar ist der Antragsteller prinzipiell zu Gesprächen bereit, sieht Lüttringen aber durch dieses Areal am wenigsten belastet.

Lüttringen – Die CDU lässt nicht locker. So veranlasst der Standort für den geplanten Bau eines Güllebehälters rund 20 Meter neben der K 30 in Lüttringen, ganz in der Nähe zum Heiligenhäuschen, den christdemokratischen Ratsherrn Frank Berting zu einer Stellungnahme.

Dabei nimmt der Politiker, der zudem Mitglied im Planungs- und Umweltausschuss ist, vor allem die Verwaltung in die Pflicht.

„Wir leben in dieser ländlichen Gemeinde. Trotzdem sollten wir auch bei privilegierten Bauvorhaben ein Auge darauf werfen, ob diese auch im Sinne der Bevölkerung sind. Der geplante Güllebehälter in Lüttringen ist ein Bauwerk zur Fortführung des Betriebes. Aber wie im Ausschuss am Donnerstag klar wurde: über alle Parteien hinweg, wird der Standort hierfür kritisiert. Ich würde mir wünschen, wenn die Verwaltung das Vorhaben noch einmal prüft und beim Standort die öffentlichen Belange, die auch ausdrücklich im Baugesetzbuch, Paragraf 35, Absatz 3, Satz 5, aufgeführt sind, beachtet. Die Landwirtschaft ist in unserer Region unverzichtbar. Daher sollte die Gemeinde auf der einen Seite auf die Außenwirkung der Betriebe und die damit verbundene Akzeptanz der Landwirtschaft im Allgemeinen achten. Dieses schließt eine Weiterentwicklung von Höfen vor Ort auf keinen Fall aus, auf der anderen Seite sind die Belange der Bevölkerung ernst zu nehmen.“ 

Wie am Samstag ausführlich berichtet, hatte der Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstag auf Antrag der Bürgergemeinschaft einstimmig beschlossen, über die Erteilung des Einvernehmens für die Maßnahme erst in der Ratssitzung am 2. Juli zu befinden. Bis dahin sollte die Verwaltung mit dem Antragsteller nochmals über einen neuen Standort für den 21 Meter im Durchmesser großen und ca. sechs Meter hohen Güllebehälter reden. Denn sowohl in der Politik als auch bei Anwohnern ist die dafür ins Auge gefasste Fläche auf Ablehnung gestoßen. 

Wobei die Verwaltung ihrerseits erklärt hatte: Das Vorhaben an der vom Antragsteller gewünschten Stelle sei „zustimmungspflichtig“. Für eine Ablehnung gebe es „keine Gründe“. Sollte die Politik in Ense das Einvernehmen versagen, würde dies der Kreis Soest herstellen (müssen), so Enses Beigeordneter Andreas Fresen.

Im Gespräch mit dem Anzeiger nach der Ausschusssitzung zeigte sich der antragstellende Landwirt am Sonntag zwar prinzipiell gesprächsbereit, was den Standort des geplanten Güllebehälters in Lüttringen angeht. Allerdings machte er auch deutlich, sich im Vorfeld durchaus intensiv mit der Frage auseinander gesetzt zu haben. Und er sei überzeugt, dass der von ihm favorisierte Platz dafür der günstigste für ganz Lüttringen sei. Hinzu komme, dass der Güllebehälter am ausgesuchten Standort zumindest teilweise durch eine Hecke verdeckt werde.

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