Buch zum Geburtstag der Gemeinde

Was seit der Gründung Enses vor 50 Jahren passiert ist

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Ein besonderes außersportliches Ereignis in der Geschichte des Höinger Spielvereins, und damit auch in der Geschichte der Gemeinde Ense, war das Höinger Schweinerennen im Jahr 1982.

Ense - Die Entstehung der politischen Gemeinde Ense vor 50 Jahren war für die Gemeindeverwaltung der Anlass, den Historiker Dr. Peter Kracht zu beauftragen, ein Buch über die vergangene Zeit herauszugeben. Werl Stadt Archivar Michael Jolk stellt das Buch vor..

So ist die Gemeinde Ense entstanden

Wie schwierig die Vermittlung einer kommunalen Neugliederung heutzutage ist, bewies erst vor kurzem das Land Brandenburg. Dort war eine umfangreiche Reform geplant, die jedoch auf sehr viel Gegenwind aus der Bevölkerung und aus den kommunalen Gremien stieß. Ministerpräsident Woidtke musste schließlich die Abstimmung über die Reform am 1. November 2017 aussetzen. 

Auch vor 50 Jahren gab es im heimischen Raum viele Diskussionen. Dazu muss man wissen, dass der Kreis Soest aus 104 eigenständigen Gemeinden und Städten bestand. Heute haben wir sieben Gemeinden und sieben Städte, also statt 104 Bürgermeister im Kreis Soest nur 14. 

In der Festschrift kann unter „Enses Entstehungsgeschichte“ nachgelesen werden, dass Niederense zu Neheim-Hüsten gehören sollte und der Rest eine Großgemeinde Bremen bilden sollte. Bekanntermaßen kam es anders.

Warum Ense hätte fast „Emense“ geheißen hätte

Beinahe hätte es den Namen „Emense“ für die Gemeinde gegeben, ein Kunstwort aus Bremen und Ense. Bürgermeister Granzeuer war stark irritiert, als er von dem Landtagsbeschluss hörte und machte sich stark für den Gemeindenamen „Ense“.

Rathausbau war damals günstiger statt teurer

15 Seiten des Buches beleuchten die neu entstandene Ortsmitte. Heutzutage ist interessant zu lesen, dass der Enser Rathausbau in den Jahren 1982/83 voll im geschätzten Kostenrahmen geblieben ist und über 27.000 DM übrig waren.

Ehrenbürgerrechte mussten neu verliehen werden

Die Enser Persönlichkeiten, besonders die Ehrenbürger werden aufgeführt sowie weitere Preise und Ehrungen. Zwei Ehrenbürgern hatte man 1969 die Gemeinde genommen, weil sie aufgelöst wurde. Deshalb wurde das Ehrenbürgerrecht für Rudolf Rahmann und Heinrich Schulte durch die neue Gemeinde Ense neu verliehen.

Wie Ense in den 50 Jahren gewachsen ist

Mit der wachsenden Gemeinde befasst sich ein weiteres Kapitel. In den letzten 50 Jahren stieg die Einwohnerzahl um 70 Prozent und fast 100 Betriebe haben sich in Höingen niedergelassen. Die Wohnungs- und Gewerbepolitik trägt Früchte. Die Gewerbe- und Einkommenssteuer sind die bedeutendsten Einnahmen für den Enser Haushalt.

Was Ense sonst noch zu bieten hat

Außer Wohnen und Arbeiten ist das Leben in der Großgemeinde gut organisiert, an die 100 Vereine werden aufgezählt. Die durch das Gemeindegebiet führenden Routen wie der Westfalenwanderweg, die Panoramaroute, der Möhnetalradweg und der Ruhrtalradweg werden beschrieben. 

Nach dem tierisches Vergnügen, bei dem das Schweinerennen und das Haareselrennen beleuchtet werden, wird über die Gemeindepartnerschaften Heimat in Ense und Europa berichtet. Gleich zwei Partnerschaften hat die Gemeinde Ense mit Eleu-dit-Leauwette in Frankreich und mit Burkardroth in Bayern. 

Für den Preis von 10 Euro kann das Buch „50 Jahre Gemeinde Ense“ im Foyer des Enser Rathauses erworben werden.

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