Brötchen-Kauf mit dem Smartphone - hier ist das in Ense möglich 

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Die 3,60 Euro für zehn Brötchen werden nach wenigen Sekunden per Smartphone bezahlt. Bäckerei-Inhaber Heiko Klapp hält die bargeldlose Variante nicht nur beim Brötchen-Kauf für zukunftsträchtig.

Bremen  Mit den Zahlungssystemen Google Pay und Apple Pay lässt sich das eigene Smartphone schnell zur Kreditkarte machen. Heiko Klapp, Inhaber der Bäckerei und Konditorei Klapp, ist ein begeisterter Fan der Technik. Bald schon soll in allen Filialen der Bäckereikette mit dem Smartphone bezahlt werden können.

Verkäuferin Bettina Völkel war ganz überrascht, als ein Kunde ihr seine Smartwatch – eine Computer-Uhr von der amerikanischen Firma Apple, auf die auch Apps geladen werden können – zum Bezahlen hinhielt.

 „Ich war erleichtert, als der Kassenbon kam“, erinnert sich die erfahrene Verkäuferin zurück. Mittlerweile haben bei Bettina Völkel bereits zwei Kunden mit ihrer „Uhr“ bezahlt. Die Neuheit beim Bezahlen ist der technischen Affinität von Bäckerei-Inhaber Heiko Klapp geschuldet. „Das ist die Zukunft“, sagt er, „und eine Serviceleistung für unsere Kunden.“ 

Bargeldloses Bezahlen war in den Filialen von Klapp auch zuvor schon möglich, mit Bankkarten und Kreditkarten. Vor den Sommerferien, Mitte Juli, hat die Bäckerei und Konditorei in der Hauptfiliale in der Bremer Dorfmitte sowie an den Filialen in Soest und Werl auch das Bezahlen mit dem Smartphone möglich gemacht. Die Filialen in Wickede und im Netto-Markt in Ense werden derzeit auf die neue Technik umgestellt. „Das dauert etwas länger, weil die Geräte älter sind“, erklärt Heiko Klapp.

Das Bezahlsystem für das Smartphone funktioniert mit demselben Gerät, mit dem auch EC-Karten oder Karten mit Funktechnik gelesen werden können. Noch wird in den Klapp-Bäckereien wenig mit dem Smartphone bezahlt, sagt Heiko Klapp. Auf der Theke und in den Fenstern der Bäckereien weist er darauf hin, dass in den Filialen mit EC- und Kreditkarten sowie mit dem Smartphone gezahlt werden kann. „Ein Kollege aus Dortmund hat die Erfahrung gemacht, dass vor allem in Wohngegenden mit vielen jungen Leuten häufig mit dem Smartphone bezahlt wird“, hat sich Heiko Klapp in der Branche umgehört.

In vielen Bäckereien sei es noch überhaupt nicht möglich mit Karte zu bezahlen. Klapp glaubt, dass das bargeldlose Bezahlen – vor allem mit dem Smartphone – in Zukunft deutlich häufiger genutzt wird. Vor allem wenn Volksbank und Sparkasse nachziehen, sagt er. Beide Banken beschäftigen sich derzeit mit Google Pay und Apple Pay. 

Die Vorteile liegen für Heiko Klapp, der im Urlaub gerne mit seinem Smartphone bezahlt, auf der Hand: „Es ist für Kunden interessant, die kein Bargeld bei sich haben und beispielsweise nach dem Joggen Brötchen mitbringen möchten.“ Auch der Sicherheitsfaktor spiele eine Rolle. „Bei meinem Handy ist eine Gesichtserkennung notwendig, um mit der App zu bezahlen“, erklärt Heiko Klapp. Aber auch eine PIN-Nummer oder ein Fingerabdruck können vor der Bedienung zur Identifikation verlangt werden. Das Bezahlen mit dem Handy dauert nur wenige Sekunden. 

Heiko Klapp hält sein Smartphone wenige Zentimeter über das Bezahlsystem und schon ist das Geld abgebucht. In der App kann er später nachvollziehen, was er mit seinem Smartphone alles bezahlt hat, „wie auf einem Kontoauszug.“ Die Geräte hat

Heiko Klapp von einem Zahlungsdienstleister gekauft: Für jede Transaktion per Smartphone oder EC- und Kreditkarte muss er wenige Cents abdrücken. „Die Transaktionskosten sind gering, da haben wir gut verhandelt“, sagt Klapp mit einem Lächeln. Selbst für ein einziges Brötchen habe ein Kunde mal seine Kreditkarte gezückt.

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