Biker-Anlage im Bremer „Fuchswald“ muss verschwinden

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Bis zum 1. Mai muss der Parcours für „Downhillfahrer“ abgebaut sein, ansonsten wird der Bauhof das gemeindeeigene Gelände freiräumen.

Bremen -  Bei den Jugendlichen sitzt die Enttäuschung tief, was Bürgermeister Hubert Wegener durchaus nachvollziehen kann. Allerdings sind dem Verwaltungschef nach eigener Aussage die Hände gebunden. Und so hat er verfügt, die vorhandene Biker-Anlage im so genannten „Fuchswald“ nahe der Kläranlage in Bremen bis zum 1. Mai zu räumen.

Wobei er versichert: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Aus versicherungstechnischen Gründen aber bleibt uns keine Alternative.“ Und: Mit der neuen Anlage im „Park am Spring“ habe diese Entscheidung absolut nichts zu tun.

Dabei seien die Gespräche zwischen den Jugendlichen, die sich die Bikerstrecke für „Downhillfahrer“ im „Fuchswald“ in der jüngeren Vergangenheit in Eigenleistung aufgebaut hatten, und der Verwaltung schon seit dem Sommer des vergangenen Jahres gelaufen, wie Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger gestern erläuterte. Und im Wesentlichen sei es hierbei um die Frage gegangen, wie sich die Nutzung der Anlage unfallversicherungstechnisch genehmigungsfähig darstellen lasse. Aber genau darauf habe es für die Verwaltung keine zufrieden stellende Antwort gegeben, so Hubert Wegener. Ganz im Gegenteil: „Unser Versicherungsverband hat uns dringend abgeraten, diese Anlage auf unserem Grund und Boden weiter zu dulden. Schließlich geht es um die Sicherheit und den Versicherungsschutz der jugendlichen Nutzer“, so Hubert Wegener. Das Unfall-Risiko auf der Anlage nämlich wird im Rathaus als durchaus hoch eingestuft

Und damit sei aber auch jene Variante vom Tisch, die man zwischenzeitlich in Erwägung gezogen habe, um dem Wunsch der Jugendlichen vielleicht doch noch nachkommen zu können: eine Verpachtung des Grundstücks.

Doch so sehr Hubert Wegener auch die Enttäuschung der Jugendlichen, die sicher viel Arbeit und Herzblut in diese Anlage gesteckt hätten, wie er vermutet, ob dieser Entscheidung nachvollziehen kann, so sehr widerspricht er einem Vorwurf: Dass die Entscheidung gegen die Anlage im „Fuchswald“ in irgendeiner Verbindung stehe mit der neuen Anlage im Park am Spring. So seien beide Anlagen t nicht miteinander vergleichbar und würden auch von unterschiedlichen Biker-Gruppen genutzt. Hier fände keine Bevorzugung oder Benachteiligung statt, versicherte er gestern ausdrücklich.

Bis zum 1. Mai haben die Jugendlichen nun Zeit, „das Gelände zu räumen“. Danach werde der Bauhof mögliche Reste der Strecke entfernen, kündigte der Verwaltungschef an.

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