Liebesgeschichten aus der Region

Bestseller-Autorin veröffentlicht dritten Roman

Tier- und Liebesgeschichten lassen sich in Einklang bringen: Autorin Lisa Keil steht mit Pferd Chapter in Gerlingen auf einer Wiese. Sie schreibt erfolgreich Erfahrungen und Erlebnisse aus dem eigenen Leben nieder.
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Tier- und Liebesgeschichten lassen sich in Einklang bringen: Autorin Lisa Keil steht mit Pferd Chapter in Gerlingen auf einer Wiese. Sie schreibt erfolgreich Erfahrungen und Erlebnisse aus dem eigenen Leben nieder.

Lisa Keil ist glücklich. Die 41-jährige Tierärztin und Bestseller-Autorin aus Bremen hat ihren dritten Roman abgeschlossen. Nach „Bleib doch, wo ich bin“ und „Hin und nicht weg“ soll das Buch mit dem Titel „Auf und mehr davon“ im September im Fischer-Verlag erscheinen.

Gerlingen/Bremen - Beim Spaziergang durch die Gerlinger Feldflur hat die Autorin erstmals verraten, wie die Geschichten rund um das beschauliche Neuberg weitergehen und warum sie sich in den nächsten Monaten eine kleine Auszeit nehmen möchte.

Es ist Urlaub. Lisa Keil trägt ein rotes Poloshirt und eine Reithose und sie lacht – viel und gerne. Gemeinsam mit Tochter Nika (10) verbringt sie den sonnigen Vormittag im Reitstall mit den drei Familienpferden Chapter, Radieschen und Sunday. Später geht es für Mutter und Tochter mit den Tieren noch auf einen Ausritt ins Gelände.

Lisa Keil fällt es nicht schwer, in die beschauliche Welt des kleinen Neubergs einzutauchen, dem Ort, in dem ihre Liebesromane spielen – teilweise zumindest. Denn los geht die Geschichte von Milli und ihrer Mutter Cordula – „beide tauchten bereits im ersten Buch auf Seite eins auf“ – im Studienort der angehenden Tiermedizinerin Milli. Von dort entwickelt sich die Handlung zurück nach Neuberg. Und natürlich geht es wieder um die Liebe, die Tiermedizin und zwischenmenschliche Beziehungen.

Bestseller-Autorin Lisa Keil wechselt die Perspektive

Lisa Keil erzählt abwechselnd aus Sicht von Milli und Cordula. Austauschstudent Noé und ein wortkarger Tierpfleger, die den beiden Hauptfiguren mehr und mehr zusetzen, sorgen später für eine Rückkehr nach Neuberg. Dort müssen sich Mutter und Tochter der eigenen Vergangenheit stellen und treffen auf altbekannte Charaktere. Anders als in ihren vorherigen Büchern werden die Männer der Geschichte in den Handlungssträngen der beiden Hauptfiguren vorgestellt.

Das Cover für Lisa Keils dritten Roman „Auf und mehr davon“ ist fertig.

„Das war eine Herausforderung“, sagt Lisa Keil zum Perspektivwechsel, aber schließlich sei es mittlerweile ihr drittes Buch und das in der Zwischenzeit gelernte Handwerk wolle sie anwenden. Noch vor vier Wochen habe sie nicht glauben können, dass sie jemals mit ihrem dritten Buch fertig wird, erzählt die zweifache Mutter, umso glücklicher sei sie jetzt. Denn erste positive Rückmeldungen aus ihrem Management habe es bereits gegeben.

Bis das Buch in die Läden kommt, dauert es aber noch einige Monate. Das erste Lektorat ist fertig, in der kommenden Woche erhält Lisa Keil ihr Buch zurück mit Anmerkungen und Korrekturen. „Da geht es beispielsweise darum, dass sich die Augenfarbe eines Charakters im Buch verändert oder die Handlung sich nicht erklären lässt“, sagt Lisa Keil. Eine Woche habe sie Zeit, um diese Fehler und Ungereimtheiten zu beseitigen. Mit Korrektorat und Lektorat geht es schließlich weiter. Dann müssen weitere Fragen beantwortet werden: Wie viele Wörter passen auf eine Seite, welche Schriftart und Schriftgröße werden ausgewählt?

Für Lisa Keil ist das Kapitel Neuberg mit ihrem dritten Roman vorerst abgeschlossen. Sie möchte sich nach einer kleinen Pause auf andere Projekte konzentrieren. Eine spätere Rückkehr schließt sie aber nicht aus.

Bestseller-Autorin zwischen Weltraumpiraten und Außerirdischen

Jetzt möchte Lisa Keil den Stift an die Seite legen. „Bis in meinem Kopf der nächste Funke entsteht“, sagt sie. Dass sie aber plötzlich von Weltraumpiraten und Außerirdischen schreibt, das schließt sie aus. „Es sei denn, auf dem Mars brauchen sie irgendwann mal eine Tierärztin“, sagt sie lachend. „Mir hat mal jemand gesagt, Lisa, schreib, was du liebst.“ Diesen Ratschlag will die Tierärztin weiter beherzigen.

Und zur Not hilft Tochter Nika weiter. Die Zehnjährige sagt nämlich schon jetzt stolz: „Das Ende vom Buch habe ich geschrieben.“

Buchhändlerin wartet sehnsüchtig

Sonja Vieth betreibt eine Buchhandlung in Arnsberg und wartet sehnsüchtig auf den dritten Roman von Autorin Lisa Keil. „Es fällt einem immer leichter etwas anzubieten, das selber begeistert“, sagt Vieth. Sie hat die Vorgänger-Bücher „Bleib doch, wo ich bin“ und „Hin und nicht weg“ gelesen. Ihr Urteil: „Etwas richtig Nettes zum Wohlfühlen“. Männern würde sie die Bücher der Enser Autorin nicht in die Hand drücken, sagt Sonja Vieth, aber „jeder Frau“. Beide bisherigen Bücher haben sich gut verkauft, erklärt sie. Und wenn man den Kunden dann auch noch erzähle, dass es von einer Autorin aus der Region stamme, werde gerne zugegriffen. „Es sind Bücher für das Herz mit einem Happy End.“ Die Bücher und sympathischen Social-Media-Aktivitäten von Lisa Keil haben eine große Fangemeinde in ganz Deutschland, so die Buchhändlerin.

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