1. Soester Anzeiger
  2. Lokales
  3. Ense

Anwohner-Diskussion: Spielplatz abschließen?

Erstellt:

Von: Philip Maack

Kommentare

Auf oder zu, höher oder nicht: Dieses Tor stand im Mittelpunkt der Diskussion in Höingen.
Auf oder zu, höher oder nicht: Dieses Tor stand im Mittelpunkt der Diskussion in Höingen. © Maack

Für die Gemeindeverwaltung standen zwei weitere Ortsteil-Rundgänge an. Dabei kam es zu einer Diskussion über einen Spielplatz.

Höingen/Parsit - Die Gemeindeverwaltung hat die Bewohner von Parsit und Höingen zum nächsten Ortsteilrundgang eingeladen. In beiden Dörfern sind deshalb zahlreiche Anwohner gekommen, um von ihren Problemen im Ortsteil zu berichten.

In Höingen diskutieren die Bürger lange auf dem Schulhof der dortigen Gemeinschaftsschule. Grund dafür ist die Anmerkung einer Höingerin, die fordert, den Schulhof nach dem Ende der öffentlichen Spielzeiten abzusperren.

„Wer hier drauf will, der kommt auch drauf“

Immerhin würden sich dort am Wochenende verschiedene Gruppen treffen und ihren Müll samt Glasflaschen hinterlassen. Ein anderer Anwohner berichtet aber, dass dies zwar in der Tat mal für Probleme gesorgt habe, sich in der letzten Zeit allerdings gebessert hätte. „Vielleicht sollten wir das erstmal beobachten.“

Mit Blick auf den hüfthohen Zaun, der den Höinger Schulhof umgibt, bemerkt Stefanie Müller, Fachbereichsleiterin für Bauen und Gemeindeentwicklung, jedoch: „Wer hier drauf will, der kommt auch drauf.“ Da nütze auch ein abgeschlossener Zaun nicht viel.

Die Anwohnerin entgegnet, dass dann eben ein höherer Zaun her müsse. „Ich weiß nicht, was davon abhält“, sagt sie. Der Rest der Runde ist davon allerdings nur wenig überzeugt. Immerhin könne man nicht absehen, wo sich die Gruppen denn dann treffen würden, wenn der Schulhof für sie unzugänglich gemacht würde. „Das kann aber kein Argument sein“, findet die Anwohnerin.

Keine Durchfahrt für Rad und Kinderwagen

Die Schulhof-Frage ist aber nicht das Einzige, was die Menschen in Höingen beschäftigt. Am neunen Kindergarten im Ort wünschen sich die Anwohner eine Querungshilfe für die Kinder. Fachbereichsleiterin Müller kündigt dazu die Errichtung eines Gehwegs an.

Am Winnenweg kritisiert eine Anwohnerin die schlechte Beleuchtung. Auf dem Straßenteil, der an der Kreuzung des Winnenwegs mit der Straße Auf den Höhen beginnt, steht nämlich nur eine Laterne für eine Strecke von etwa 100 Metern. „Abends kann man hier überhaupt nichts mehr sehen“, erzählt die Frau.

Auch der Weg, der die Burgstraße mit dem Hoppegarten verbindet, steht beim Ortsteilrundgang zur Debatte. Auf jedem Ende des Weges blockiert ein Doppelbügel die Einfahrt für Radfahrer und Kinderwagen. Für die Höinger ein Ärgernis. Mats Blume, der sich bei der Verwaltung um das Radwegekonzept kümmert, erklärt, dass in Zukunft wohl jeweils nur noch ein Bügel pro Wegseite bestehen bleiben soll. So sollen dann auch Radfahrer und Kinderwagen den Weg nutzen können.

Neues Wohngebiet in Parsit

„Doch wir sind ja nicht nur hier, um zu kritisieren“, meint eine Höingerin. „Der neue Dorfplatz ist wirklich sehr gelungen. Er wird gut frequentiert.“ Ein Lob, dass die Verwaltung gerne hört.

In Parsit dreht sich derweil viel um das neue Wohngebiet Zum Stakenberg. Hier erklärt Stefanie Müller, wie die Gemeinde die Gestaltung des noch zu errichtenden Viertels plant. Auf der Fläche zwischen dem Starenweg und dem Stakenberg entstehen Häuser, auf der anderen Straßenseite soll der Hang erschlossen werden. Das neue Wohngebiet dort möchte man mit Stichstraßen ausstatten, die am Ende miteinander verbunden sind. Die Zufahrt zum neuen Viertel soll von beiden Enden des Stakenbergs am Bannerweg und am Starenweg möglich sein.

Der Bau der vielen Häuser bedeutet für die Parsiter in Zukunft viel Lkw-Verkehr in ihrem Dorf. Gerade auf der Kreuzung Starenweg/Bannerweg/Südweg könne das zu Problemen führen, meint ein Anwohner. „Hier ist es sehr eng und die Straße vollständig blockiert, wenn ein Lkw durchwill“, sagt er.

Ansonsten zählen die Anwohner ein paar Unebenheiten in der Straße, Falschparker und Raser im Bannerweg auf. Eine Parsiterin fasst es so zusammen: „Eigentlich haben wir doch ein schönes Dorf. Wir wohnen hier schon wirklich sehr schön.“

Auch interessant

Kommentare