Anna-Kapelle wird in Denkmalliste aufgenommen

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Die Anna-Kapelle auf dem Bernhardusplatz in Niederense kann als ortsbildprägendes Gebäude in die Denkmalliste der Gemeinde Ense eingetragen werden.

NIEDERENSE - Die St.-Anna-Kapelle in Niederense kann in die Denkmalliste der Gemeinde Ense eingetragen werden. Einen entsprechenden Bescheid des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hält die Gemeinde Ense in Händen.

Das hat der Beigeordnete der Gemeinde Ense, Alfred Schmidt, im Gespräch mit dem Anzeiger erklärt. Dabei erläuterte er allerdings auch, dass man in Münster das kleine Gotteshaus aus dem Bernhardusplatz nicht als ein klassisches Baudenkmal eingestuft und deshalb zwar auf das erforderliche Einvernehmen verzichtet. Andererseits will man auf den möglichen Widerspruch bei einer Eintragung des Gebäudes in die Denkmalliste verzichten, so dass der Weg für die Unterschutzstellung frei ist. Und deshalb werde man das im vergangenen Dezember angestrengte Verfahren nun auch weiter vorantreiben, so Alfred Schmidt weiter. Informiert sind neben den Fraktionen im Rat auch die Kirchengemeinde St. Lambertus, auf deren Inititiative hin, die Diskussion überhaupt erst in Gang gekommen worden war.

Wobei die Einschätzung der Experten beim Landschaftsverband, wonach die Anna-Kapelle in Niederense kein Baudenkmal ist, für Beobachter nicht überraschend kommt. So hatte etwa der Enser Denkmalbeauftragte Horst Brauckmann in seiner positiven Stellungnahme zum Antrag der Kirchemgemeinde von einem „ortsbildprägenden Kulturbau“ gesprochen, den es zu schützen gelte. Und ganz offensichtlich hat das auch Dr. David Gropp aus Münster so gesehen, nachdem er die Kapelle bei seiner ausführlichen Visite vor Ort am 16. Dezember in Augenschein genommen hatte. Doch wie dem auch sei: Münster akzeptiert die Eintragung der Kapelle in die Denkmalliste, was nun auch zügig vorgenommen werde, so Alfred Schmidt.

Und dies ist vor allem aus einem Grund wichtig: Denn nur wenn das Gotteshaus im Schatten der Bernhard-Kirche in die Denkmalliste aufgenommen wird, fließen die erforderlichen Mittel eines Fördergebers für die dringend erforderliche Innensanierung, wie Kirchenvorstandsmitglied Ulrich Häken, der als Motor dieser Entwicklung gelten darf, ausgeführt hatte. Der Förderverein der Anna-Kapelle hat versichert, sich ebenfalls finanziell an den Arbeiten zu beteiligen. Und auch wenn Ulrich Häken sich damals nicht in die Karten schauen ließ, um wen es sich bei dem Zuschussgeber handele, so sprach er von einer „seriösen und anerkannten Stelle“. Politik und Verwaltungen zogen mit und befürworteten im Dezember den Antrag der Kirchengmeinde, die Kapelle in die Denkmalliste aufzunehmen und damit unter Schutz zu stellen. - det

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