Auswertung der Anmeldungen

So viele Erstklässler gehen im Schuljahr 2021/2022 an Enser Grundschulen - weniger Interesse an Sekundarschule

Seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 werden im 5. Schuljahrgang an der Conrad-von-Ense-Schule lediglich 47 Schüler unterrichtet.
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Seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 werden im 5. Schuljahrgang an der Conrad-von-Ense-Schule lediglich 47 Schüler unterrichtet.

95 Viertklässler wechselten zum Schuljahr 2020/2021 von den drei Grundschulen im Gemeindegebiet in eine weiterführende Schulform. Lediglich 31,6 Prozent haben sich für einen Wechsel an die Conrad-von-Ense-Schule entschieden. Das ergibt eine Auswertung der Anmeldungen, die die Gemeindeverwaltung am Donnerstag im Ausschuss für Bildung, Soziales, Ehrenamt und Sport vorstellen möchte. Für das Schuljahr 2021/2022 sollen in den Grundschulen sechs Klassen eingerichtet werden.

Bremen - Seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 werden im 5. Schuljahrgang an der Conrad-von-Ense-Schule lediglich 47 Schüler unterrichtet. Erstmals werde dieser Jahrgang zweizügig geführt, teilt die Verwaltung mit. Eine Änderung im Schulgesetz mache dies aber rechtlich möglich. Dort heißt es seit Juni 2020: „Sekundarschulen müssen mindestens drei Parallelklassen pro Jahrgang haben. Eine Sekundarschule kann mit zwei Klassen pro Jahrgang fortgeführt werden, wenn nur dann das Angebot einer Schule der Sekundarstufe I in einer Gemeinde gesichert ist.“ Da es sich bei der Conrad-von-Ense-Schule um die einzige weiterführende Schule in Ense handele, sei grundsätzlich eine Unterschreitung der Dreizügigkeit möglich. Von den 47 Anmeldungen kamen 30 Kinder (63,8 Prozent) aus den Enser Grundschulen, 10 Kinder (21,3) aus Werler Schulen, 6 (12,8) Kinder aus Arnsberger Schulen und ein Kind (2,1) aus einer Soester Schule. Im Vorjahr lagen noch 62 Anmeldungen vor.

Diese negative Entwicklung sei im Vorfeld nicht vorhersehbar gewesen, heißt es von der Gemeinde. Allerdings handele es sich bei den 95 Grundschul-Abgängern auch um einen kleinen Jahrgang. Die Anmeldezahlen aus Nachbarkommunen sei konstant, da habe auch die Übernahme anteiliger Schülerfahrkosten keinen spürbaren Effekt gezeigt.

Die Auswertung zum Schulwahlverfahren durchkreuzt den Trend vergangener Jahre: Während von 2015 bis 2020 immer zwischen 40 und 50 Prozent der Grundschüler an ein Gymnasium in der Umgebung gewechselt waren, waren es zum Schuljahr 2020/2021 lediglich 38,9 Prozent. 28 Schüler (29,5 Prozent) entschieden sich für einen Wechsel an eine andere Sekundar- bzw. Realschule. In den Vorjahren lag dieser Wert nie bei mehr als 13,5 Prozent. Das sei eine Steigerung von rund 14 Schülern, so die Gemeinde. Genau diese Anzahl fehle der Conrad-von-Ense-Schule in diesem Jahr zur Dreizügigkeit.

Die Verwaltung resultiert, dass die Schulentwicklung in Ense angesichts schwankender Übergangszahlen nur bedingt mit verlässlichen Zahlen prognostiziert werden könne. Eine noch engere Zusammenarbeit mit den Grundschulen soll angestrebt werden, beispielsweise mit gleichen Unterrichts- und Lernsoftware-Lösungen.

Anmeldungen an den Grundschulen

Die Auswertung der Anmeldungen in den Grundschulen für das Schuljahr 2021/2022 hat ergeben, dass voraussichtlich 118 Kinder die 1. Klassen besuchen werden, heißt es von der Gemeinde. Jeweils 34 Kindern sollen demnach die Bernhardusschule in Niederense und die Gemeinschaftsgrundschule in Höingen besuchen, 50 Kinder die Fürstenbergschule in Hünningen. An allen drei Schulen sollen zwei Klassen eingerichtet werden. Dieser Vorschlag der Verwaltung richtet sich nach der kommunalen Klassenrichtzahl und ist mit der Schulaufsicht abgestimmt, heißt es. Der Ausschuss am Donnerstag muss den Vorschlag der Verwaltung noch bestätigen.

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