Anklage wegen Unterschlagung

Fund bei Durchsuchung in Bremen führte zum Prozess - Urteil gegen Enser (25) gefallen

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Nachdem in einer Wohnung in Ense-Bremen ein Portemonnaie gefunden worden war, was dort augenscheinlich nicht hingehörte, kam es zum Prozess wegen Unterschlagung gegen einen 25-Jährigen (Symbolbild),

Ense-Bremen – Bei einer Wohnungsdurchsuchung in Bremen machte die Polizei im vergangenen Jahr einen überraschenden Fund. Jetzt landete die Sache vor Gericht.

Nach anonymen Hinweisen, dass ein 25-jähriger iranischer Staatsbürger mit Drogen handelt, kamen die Beamten am 2. September zur Wohnung des Beschuldigten und durchsuchten die Räume.

Neben kleinen Plastiktüten mit Hinweisen auf Marihuana stießen die Polizisten dabei auch auf die Geldbörse einer Dortmunderin. In dem Portemonnaie befanden sich zahlreiche Dokumente. 

Die Staatsanwaltschaft hatte den 25-Jährigen nach dem Fund wegen Unterschlagung angeklagt. Nach Auskunft des Iraners habe ein Freund die Geldbörse gefunden und beim Besuch in Ense im Auto vergessen. Da wollte er das Portemonnaie aber nicht liegen lassen und nahm es mit in die Wohnung. 

"Wollte es persönlich abgeben"

„Ich wollte es eigentlich persönlich bei der Besitzerin abgeben, aber ich habe es bis jetzt noch nicht nach Dortmund geschafft“, war seine Begründung dafür, dass die Geldbörse noch in seiner Wohnung war. Die Besitzerin machte keine Angaben zu einer Straftat. Nach ihren Aussagen hatte sie das Portemonnaie beim Einkaufen verloren. 

Der Angeklagte ist bereits polizeilich bekannt, hat Vorstrafen und neun Eintragungen im Bundeszentralregister. Wegen Körperverletzung sowie Bedrohung war er am 14. Februar vom Amtsgericht Dortmund zu einer Geldstrafe von 975 Euro verurteilt worden. 

Das Verfahren jetzt vor dem Werler Amtsgericht wurde eingestellt.

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