Die Enser "Airtramps" sind eingetroffen.

Plumpsack auf dem Luftsack

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Plumpsack kann auch Erwachsenen mächtig Spaß machen – erhöht man den Einsatz.

Hünningen – Wer am Freitagnachmittag vor der Turnhalle der Fürstenbergschule steht, musste glauben, drinnen findet ein Kindergeburtstag statt. Ein Lachen, Quieken, Gackern – doch aus den Kehlen von Erwachsenen. Bei einer Fortbildung noch dazu.

Die Airtramps sind da, zu deutsch so viel wie „Lufttrampoline“, womit die wesentlichen Charakteristiken der Geräte umrissen sind. Hüpfburgen ohne Mauern, und im spielerischen Umgang damit sollen sie helfen, die Motorik der Kinder zu schulen. Wie berichtet, wurden sie genau auf die Belange der vier Enser Turnhallen zugeschnitten. Angeschafft wurden sie im Rahmen eines Leader-Projekts, „und damit sind wir Pioniere“, ist sich Harald Luckert vom Gemeindesportverband sicher. 

„Kinder, die regelmäßig auf solchen Airtramps trainiert und gespielt haben, hatten seltene Unfälle“, weiß der Diplom- und Sportpädagoge Horst Göbel, der als Leiter der Abteilung für Psychomotorische Therapie an der LWL-Kinderklinik in Hamm seit 40 Jahren mit den XXXXXL-Luftmatratzen arbeitet. 

Beide Airtramps wurden maßgeschneidert für die heimischen Turnhallen. Dieser hier füllt die Halle der Fürstenbergschule fast aus.

Am Freitag turnen gleich 35 Pädagogen auf dem Airtramp herum, normalerweise lässt Göbel nur maximal 25 pro Schulung zu. Aber der Andrang war nun einmal so groß. 

Göbel zeigt, wie leicht man den Airtramp dank cleverer Falttechnik ganz alleine auf- und wieder abbauen kann. Binnen weniger Minuten hat der massive Kompressor ihn aufgeblasen. 

Nun geht es vor allem darum, die Pädagogen in die wesentlichen Aspekte der Nutzung einzuweisen, ihnen zu sagen, was man mit oder vielmehr auf ihnen darf und was nicht, und er spielt mit ihnen einfach Spiele – zum Beispiel Plumpsack. Doch möglichst schnell um einen Kreis sitzender Kollegen zu laufen, ist hier wesentlich schwieriger. Es erfordert volle Konzentration, ist körperlich hoch anstrengend – und sehr unterhaltsam. 

Der zweite Airtramp befindet sich in Niederense, wo am heutigen Samstag eine weitere Schulung stattfindet, das letzte Drittel der Pädagogen muss sich noch bis September gedulden. Später werden die beiden Airtramps im halbjährlichen Wechsel zwischen jeweils zwei Schulen hin- und her pendel.

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