Enser Möbel & Mehr 

1.000 Besucher im "Raum für Alle(s)"  

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17.30 Uhr war es am Rosenmontag, als Maria Unger mit ihrer Schwester Blanca Vargas und einer defekten Tischlampe unter dem Arm das Repair-Café betrat und freudig von den zahlreichen Helfern begrüßt wurde.

Niederense - Der „Raum für Alle(s) in Ense“ mit dem „Repair-Café“ in der Bahnhofstraße 13 hat „Rosenmontag“ den 1 000. Besucher begrüßen können.

Es war fast schon am Ende der Öffnungszeit, und das Team erwartete nicht mehr, an diesem Tag die Jubiläumszahl zu erreichen. Doch dann betraten gegen 17.30 Uhr noch zwei Damen den Raum, um ihre defekte Tischlampe reparieren lassen und waren sehr überrascht, so freudig begrüßt zu werden. 

Besonders bemerkenswert: Die beiden Besucherinnen kamen aus Arnsberg-Neheim – bis dorthin hat sich also schon der gute Ruf von „Enser Möbel & Mehr“ sowie des Repair-Cafés herumgesprochen. Blanca Vargas war die 999. und ihre Schwester Maria Unger die 1 000. Besucherin des „Raums für Alle(s) in Ense“.

Hans-Werner Neumann, Vorsitzender des Vereins „Enser Möbel & Mehr“, und seine Stellvertreterin Reinhild Fornahl überreichten an Blanca Varga eine Flasche Wein und einen großen Präsentkorb an Maria Unger. Anschließend ließen sich die Gewinnerinnen an der vorbereiteten Kaffeetafel verwöhnen. Übrigens: Ihre Lampe konnten die „Jubilarinnen“ nach dem Kaffeetrinken schon funktionsfähig wieder mitnehmen.

Dass sich der „Raum für Alle(s) in Ense“ und besonders das Repair-Café mit der Kunst- und Klönecke so großer Beliebtheit erfreut, liegt an der freundlichen und fröhlichen Atmosphäre. Und auch diesmal hatten die ehrenamtlichen Helfer alle Hände voll zu tun. Da wurde ein uraltes Grammophon (noch mit Handkurbel) für 78-er-Schellackplatten ebenso instandgesetzt wie eine supermoderne Transistoranlage oder eine Kaffeemaschine. Denn das Motto des Repair-Cafés lautet ja bekanntlich „Wegwerfen? Denkste!“ Und deshalb wird in Niederense alles repariert – von Kleidung über elektrische Kleingeräte, Computer und Handys bis hin zu Spielzeug, Modeschmuck oder Kleinmöbel.

Die „Reparateure“ sind dabei Fachleute, die nach ihrem Eintritt in das Rentenalter ihr Wissen und ihre Kenntnisse weitergeben wollen – sie bieten also auch „Hilfe zur Selbsthilfe“. Dank einer sehr erfolgreichen Crowdfunding-Aktion ist nun durch großzügige Spenden die Anschaffung von Werkzeug und Material möglich geworden. Denn repariert wird ehrenamtlich und kostenlos; das Repair-Café freut sich aber natürlich über Spenden.

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