Wohnprojekt für Mensch mit Tier zielt auf gegenseitige Hilfe

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Symbolbild. 

Bad Sassendorf – Einsamkeit und Langeweile im Alter, das muss nicht sein, ein Tier hält die Menschen länger fit. Davon ist Gabriele Weber überzeugt. Tiere bedeuten aber auch eine Verpflichtung. Was wenn mensch mal in Urlaub fahren möchte oder ins Krankenhaus muss. Gabriele Weber hat die damit verbundenen Sorgen und Nöte in der Zeit, als sie an der Rezeption einer Reha-Klinik gearbeitet hat, oft erlebt.

Wenn sich mehrere in der Versorgung ihrer Haustiere unterstützen, wäre das Problem jedoch gelöst. Ein Wohnprojekt für ältere Menschen und ihre Haustiere soll das Problem lösen, eine Lösung, die für Gabriele Weber (69) und ihre Mitbewohnerin Silke Pauls (56) bereits funktioniert. 

14 Wohneinheiten sind in dem Neubau vorgesehen, die Wohnungen unterschiedlicher Größen sollen barrierefrei und hochwertig, aber gleichzeitig bezahlbar angeboten werden, für Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein ergibt sich Weber zufolge ein von 5,70 Euro je Quadratmeter, bei frei finanzierten Wohnungen liegt er bei 9,50 Euro pro Quadratmeter. 

Errichtet wird der Neubau vom Planungsbüro Arno Biesenbaum und seinen Kindern Katharina und Dominik Biesenbaum. Als Vermieter werde den Mietern Haustiere explizit gestattet, so Arno Biesenbaum. Die Motivation für dieses gemeinschaftliche Wohnen ergeb sich für die Investoren auch, weil der soziale Wohnungsbau gefördert wird und der Bedarf da ist. Voraussichtlich im April soll, sofern dann die Förderzusage vorliegt, mit dem Neubau begonnen werden, im Sommer 2021 könnten die Mieter einziehen. 

Die werden von Gabriele Weber in Abstimmung mit der Biesenbaum GBR aber jetzt schon gesucht. Letztlich soll eine Art Wahlfamilie entstehen, in der ein soziales Miteinander gepflegt und jedes Lebewesen sind wohl fühlen kann. Bei Bedarf könnten die Bewohner sich gegenseitig unterstützen, mit Hilfe externer Pflegekräfte könnten die Bewohner bis zum Lebensende in ihrer Wohnung bleiben, ihr Haustier würde im Fall des Falles von den anderen Bewohnern weiter versorgt. 

Ein integrierter Gemeinschaftsraum mit Küche und gemeinsames Gärtnern auf dem 1 600 Quadratmeter großen Grundstück sollen die Gemeinschaft fördern, WG-Stress müsse aber niemand befürchten, da alle Wohnungen in sich abgeschlossen sind. 

Gesucht werden als künftige Bewohner des Hauses in der Bahnhofstraße „engagierte, rauchfreie, anpassungsfähoge Mitstreiter zwischen 50 und 65 Jahren“, wie es Weber formuliert. Mindestvoraussetzung ist ein Haustier, damit alle Bewohner in einer ähnlichen Situation sind. Befürchtungen, dass sich Hunde, Katzen, Vögel oder andere Haustiere nicht vertragen, teilt Weber nicht, anderswo funktioniere das Zusammenleben ja auch.

Wer sich für das tiergestützte Wohnprojekt interessiert, kann sich an Gabriele Weber wenden, Telefon 02921/3446198, E-Mail wopromut@gmx.de

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