Halbe Million fürs Wegenetz

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Auch der Wirtschaftsweg „In der Lander“ bei Lohne steht auf der großen Liste zur Sanierzung an.

Bad Sassendorf – Einhunderttausend Euro pro Jahr stellte der Haushalt der Gemeinde in den vergangenen Jahren für die Erhaltung der Wirtschaftswege zur Verfügung. „Aber wir haben nur einen Bruchteil der Aufgaben für die Sanierung erledigen können“, räumt Bürgermeister Malte Dahlhoff ein.

Jetzt aber startet die Gemeinde eine Offensive für ihre „Feldwege“. 560 000 Euro sollen in den kommenden beiden Jahren investiert werden, um marode Strecken zu erneuern. Das Wegenetz wird ja nicht nur von den Bauern genutzt, sondern auch von Wanderern, Radfahrern und Touristen. Im vergangenen Jahr wurde das Projekt gestartet. 

Bestandsaufnahme durchgeführt

Dazu musste erst einmal eine Bestandsaufnahme her. Gemeinsam mit den Vertretern der Landwirtschaft und Bauverwaltung ermittelte der zu diesem Zweck vom Bauausschuss gegründete interfraktionelle Arbeitskreis „Wirtschaftswege“ die technische Beschaffenheit und den Zustand der Feldwege und teilte sie in Schadensklassen ein. Dem folgend wurde inzwischen eine Prioritätenliste erstellt, die die Bedeutung der Wege und die dort vorkommenden Schäden berücksichtigt.

Sortiert nach Bedeutung

Wichtige Wege, die als Ortsverbindungen wichtige Rad- und Wanderwege dienen, werden daher zuerst repariert. Abstimmung mit Nachbarn Für 2019 wurden für Ausbesserungsarbeiten bereits 360 000 Euro Finanzmittel in den Haushalt eingestellt. Im Jahr darauf sollen nochmal 200 000 Euro dazukommen. Insgesamt wird die Verwaltung laut Malte Dahlhoff aber auch prüfen, inwieweit andere Versorgungsträger wie die Satdtwerke Soest oder das Lörmecke Wasserwerk ebenfalls Bauvorhaben an Wirtschaftswegen planen. Dann sei es zweckmäßig die Arbeiten zu koordinieren, um Kosten zu sparen und die Wege nicht zweimal bearbeiten und aufreißen zu müssen. 

Koordination ist gefragt

Auch soll mit Nachbargemeinden wie Anröchte abgestimmt werden, ob grenzüberschreitende Wirtschaftswege zeitgleich saniert werden. Ursachen für die Schäden an den Wegen sind laut Bürgermeister zum Teil die größeren Spurbreiten der ebenfalls größer und schwerer gewordenen landwirtschaftlichen Fahrzeuge. Dafür seien Unterbau und Breite der Wege bei deren Bau vor vielen Jahren natürlich nicht ausgelegt worden. Deshalb gelte es jetzt, nicht nur die mit Kuhlen durchzogenen und porösen Fahrbahndecken mit Asphalt zu verstärken, sondern auch die Banketten zu verstärken und zu verbreitern, um die Wege nachhaltig zu verbessern.

Gemeinde pflegt rund 171 Kilometer Wege

Das Wirtschaftswegenetz in Bad Sassendorf umfasst insgesamt rund 171 Kilometer. Davon sind in der Priorität 1 „wichtige Wege für die Ortsverbindungen beziehungsweise wichtige Rad- und Wanderwege“ rund 43 Kilometer und in der Priorität 2 „Rad- und Wanderwege mit untergeordnetem Verbindungscharakter, Wegeverbindungen zwischen übergeordneten Wegen“ rund 45 Kilometer. Alles andere sind Wege ohne wesentliche Verbindungsfunktion oder zur Erschließung landwirtschaftlicher Grundstücke – in der Regel Schotter- oder grüne Wege. Der technische Aufbau der 171 Kilometer setzt sich so zusammen: Asphalt: 95 km; Schotter: 52 km und Grün: 24 km. Folgende Wege sollen nach einvernehmlicher Meinung des Arbeitskreises in den geschädigten Abschnitten mit einer neuen Asphaltdecke verstärkt werden: 2019: Steinkuhler Weg (Lohner Klei); Lindenweg (Heppen); Gemkerweg (Heppen); Bierpfad (Neuengeseke/Beusingsen); In der Lander (Lohne) 2020: Breiteweg (Enkesen im Klei); Hüttinghauser Weg (Weslarn); Kastenweg (Neuengeseke).

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