Wirtschaftsplan 2014: Zahlen rund ums Thermalbad

Das Solethermalbad ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Gäste. Der Betrieb und der Erhalt geht allerdings ins Geld. - Archivfoto: Dahm

BAD SASSENDORF -  Seit der Übernahme von 75 Prozent an der Thermalbad Bad Sassendorf GmbH ist die Gemeinde in erheblichem Maße für das Sole-Thermalbad verantwortlich. Wichtige wirtschaftliche Einblicke zu dessen Betrieb liefert die nächste Sitzung des Hauptausschusses am kommenden Mittwoch.

Das „Bad“ vor dem Namen Sassendorf könnte man womöglich streichen, gäbe es das Thermalbad nicht. Zwar darf es in mancherlei Hinsicht als Relikt des Kurorts alter Prägung gelten. Als Magnet für Besucher hat die Sole-Therme jedoch nach wie vor eine erhebliche Bedeutung. Allerdings bleibt das Bad, wie der Wirtschaftsplan 2014 zeigt, auch in den kommenden Jahren defizitär.

Als Mehrheitseigner mit 75-Prozent-Anteil ist die Gemeinde seit 2012 in erheblichem Maße für das Thermalbad direkt verantwortlich. Demtsprechnd muss die Gemeinde jeweils 75 Prozent des Verlustausgleichs übernehmen, die Saline-GmbH übernimmt gemäß ihres Anteils jeweils 25 Prozent.

Mit Blick auf die Gesellschafterversammlung im März steht für die nächste Sitzung des Hauptausschusses der Wirtschaftsplan 2014 der Thermalbad-GmbH auf der Tagesordnung. Wie die Zahlen für 2013 zeigen, wurde das Thermalbad im Vorjahr von etwa 293 000 Besuchern aufgesucht. Enthalten sind in dieser Zahl sowohl die Badenden (183 000 Personen), als auch die Saunagäste (knapp 82 000) und sonstige Besucher (knapp 30 000).

Diese Besucherzahlen werden von der Geschäftsführung für die Folgejahre bis 2019 fortgeschrieben, jährlich wird mit einer Zahl von insgesamt 300 000 Besuchern gerechnet. Für 2013 ergab sich laut dem Erfolgsplan ein Gesamtergebnis (vor Verlustausgleich durch die Anteilseigner) von minus 380 000 Euro. Für 2014 wird dieses Betriebsergebnis mit minus 342 000 Euro veranschlagt, für die Folgezeit wird mit einem von Jahr zu Jahr um etwa 40 000 Euro steigenden Defizit gerechnet.

Der Wirtschaftsplan 2014 bis 2019 ist allerdings ohne Sanierungsmaßnahmen kalkuliert. Für die Instandhaltung des Bades und der Technik sind jährlich etwa 100 000 Euro veranschlagt. Für die Attraktivierung des Thermalbads sind im laufenden Jahr 155 000 Euro vorgesehen.

Eingehende Erläuterungen des Wirtschaftsplans 2014 wird Rolf von Bloh, der Geschäftsführer der Thermalbad GmbH, in der Sitzung des Hauptausschusses geben. - tbg

Die Sitzung des Hauptausschusses findet am Mittwoch, 22. Januar, im Ratssaal der Gemeinde statt. Der öffentliche Teil beginnt um 17 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare