Gefahr für Bürger und Gäste

SPD will Radfahrer aus Fußgängerzone und Kurpark verbannen

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So bitte auf gar keinen Fall: Szenen wie in dieser Fotomontage möchte Sassendorfs Ortsvorsteherin Gundula Saxer nach Möglichkeit vermeiden.

Bad Sassendorf – Die SPD will Radfahrer aus der Fußgängerzone und dem Kurpark verbannen. Denn die dortigen Fußwege sollten schon dem Namen nach den Fußgängern vorbehalten bleiben. Das ist allerdings oftmals nicht der Fall, oft sausen auch Radfahrer dort entlang - und stellen eine Gefahr dar.

Mancher Radfahrer nutzt die Wege für die Fußgänger gern ebenfalls, allerdings mit einer erheblichen Gefahr für die anderen, bisweilen sogar eingeschränkten Passanten. 

„Dieses Problem brennt mir auf den Nägeln“, berichtet Gundula Saxer, die Ortsvorsteherin im Zentralort, auf Nachfrage. 

Sie sei wiederholt von Einheimischen, aber auch von Gästen aus den Übernachtungsbetrieben und aus den Kliniken darauf hingewiesen worden, dass viele Radfahrer durch die Fußgängerzone, den Kurpark oder über die Bürgersteige sausen, in der Dunkelheit noch dazu häufig ohne Licht. 

Auch auf den Gehwegen im Bereich des Lohweges in Höhe des Supermarktes und der Sparkasse sind demnach oft Radfahrer anzutreffen. 

Patienten können teils nicht schnell zur Seite springen

Gerade die Patienten nach einer Gelenk-OP seien in gefährlichen Situationen nicht so beweglich, dass sie mal eben zur Seite springen könnten. Stürzten diese Patienten, sei das Verletzungsrisiko groß. 

Nach Saxers Erfahrung sind bei den „rasenden Radfahrern“ alle Altersgruppen und Nationalitäten vertreten. Außerdem sausten bisweilen auch versicherungspflichtig motorisierte Rollstuhlfahrer mit großer Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone. 

Schilder im Kurpark nicht deutlich genug?

Im Kurpark gibt es zwar Schilder mit der freundlichen Aufforderung, das Rad zu schieben. Möglicherweise, so Saxer, müsse die Beschilderung aber deutlicher ausfallen, damit sie ihr Ziel erreicht. Unterstützung findet die Ortsvorsteherin jedenfalls bei ihren Parteifreunden im Gemeinderat. 

So unterstrich der SPD-Fraktionsvorsitzende Edwin Morch in seiner Rede zur Haushaltsverabschiedung, dass Radfahrer, die teils mit erhöhtem Tempo durch die Fußgängerzone oder den Kurpark fahren, Patienten mit Gehhilfen oder Kinder verunsichern. 

"Der gesundheitliche Schutz der Bürger und Gäste ist vorrangig"

Morch: „Nachdrücklich legen wir Wert darauf, dass Fahrradfahrer aus der Fußgängerzone und dem Kurpark verbannt werden. Der gesundheitliche Schutz der Bürger und Gäste ist vorrangig.“ Die Verwaltung müsse in Zusammenarbeit mit der Polizei und der Verkehrsschau nach Lösungen suchen. 

Bürgermeister Malte Dahlhoff erklärte dazu, dass die Gemeinde insbesondere für die Überwachung des ruhenden Verkehrs zuständig sei. Ansonsten sei das Problem einmal mit der Polizei zu erörtern.

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