Reiterhof Elfsen

Kreisausschuss: Hopp muss Vorgehen in Elfsen erklären

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BAD SASSENDORF - Trotz aller Probleme und all des Rummels am Ende ein guter Ausgang: So resümierte Kreisveterinär Dr. Wilfried Hopp die Entwicklungen um den Pferdehof in Elfsen. Aufgrund einer Anfrage der Kreistagsfraktion der Grünen erläuterte Hopp am Montag in einer Sitzung des Ausschusses für Gesundheits- und Veterinärwesen das Vorgehen der Behörden in diesem Fall.

Wie berichtet waren den Betreibern des Pferdehofs fast 90 Tiere entzogen und später versteigert worden. Diesen Tieren gehe es, wie einschlägige Kontrollen erbracht hätten, heute gut, berichtete Dr. Hopp. Wie der Leiter des Kreisveterinärdienstes erläuterte, fanden 26 der per Zwangsversteigerung verkauften Pferde eine neue Obhut im Kreis Soest, sie sind damit weiterhin im Blick des Veterinärdienstes im Kreis Soest.

In den anderen Fällen seien die zuständigen Veterinärämter informiert worden, und auch in diesen Fällen werde durch entsprechende Rückmeldungen eine gute Versorgung der Pferde bestätigt.

In seiner Antwort auf die Anfrage der Grünen erläuterte Dr. Hopp zunächst die rechtlichen Grundlagen, auf denen der Veterinärdienst eingreifen könne. Die Behörde müsse sich dazu an die gesetzlichen Mindestanforderungen halten, dies könne je nach dem

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durchaus abweichen von den Einschätzungen von Tierschutzvereinen. Wie der Kreisveterinär in der Sitzung berichtete, stand der Pferdehof in Elfsen wegen Zahlungsschwierigkeiten bereits 2011 unter Zwangsverwaltung, zurückgegeben worden sei der Betrieb an die Betreiber im Januar 2012.

Seither hätten regelmäßig Kontrollen stattgefunden, manches mal ohne Beanstandungen, manches mal mit Mängeln beim Ernährungszustand einzelner Tiere. Im September 2013 habe der Kreisveterinärdienst daher eine Ordnungsverfügung bezüglich der Fütterung und einer entsprechenden Dokumentation erlassen.

Ein Jahr später, nach einem Ortstermin mit dem Verwaltungsgericht Arnsberg, sei diese Verfügung wieder aufgehoben worden.

Im Dezember 2014 habe der Tierarzt von einem Zahlungsengpass der Besitzer berichtet, der Zustand der Tiere sei aber in Ordnung gewesen. Der Tod der abgemagerten Schimmelstute Anfang März hatte dann jedoch Maßnahmen zur Folge, die zur Wegnahme und Zwangsversteigerung der Pferde führten.

Grüne sind zufrieden mit Ausführungen

Lars Goldammer, für die Grünen als sachkundiger Bürger Mitglied im Ausschuss für Gesundheits- und Veterinärwesen, zeigte sich mit den Ausführungen Hopps zufrieden. Die Anfrage der Grünen habe darauf abgezielt zu prüfen, ob gegebenenfalls die Rahmenbedingungen für Kontrollen durch den Veterinärdienst angepasst werden müssen. Dies scheine aber nicht der Fall zu sein, sagte Goldammer. Hopp habe die Vorgehensweise des Kreises ausführlich und überzeugend dargestellt. So sei auch deutlich geworden, dass die Zusammenarbeit mit den praktizieren Tierärzten funktioniert habe.

Diese Einschätzungen Goldammers wurden von weiteren Ausschussmitgliedern bekräftigt. Dass ein Fall wie der aktuelle für das Veterinäramt viele Randerscheinungen mit sich gebracht hatte, machte Dr. Hopp zum Abschluss seines Vortrags deutlich. Die Stichworte lauteten Pressestress, Anfeindungen und Shitstorm in sozialen Netzwerken, Besserwisser, Kommentare von Tierschützern jeglicher Coleur, Verkehrschaos in Elfsen, Beschwerden der Anwohner, und, als positives Ergebnis, die Feststellung: „Den Pferden geht es gut.“

Zudem formulierte Hopp noch eine Botschaft an die Halter von Tieren: „Seht euch vor, wir machen ernst!“ - tbg

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