Salzwelten: Anne Wieland ist für die Besucher da

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Was ist Sole, wie wurde das Salz daraus gesotten, welche heilenden Anwendungen gibt es? Fragen wie diese kann Anne Wieland, die Museumspädagogin in den Salzwelten, beantworten. Dabei ist sie vor allem auf Kinder und Schulklassen eingestellt.

BAD SASSENDORF - Der Countdown läuft: In wenigen Tagen soll das Erlebnismuseum „Westfälische Salzwelten“ offiziell eröffnet werden. Noch läuft die Ausstellung im Probebetrieb, und mit dabei ist Museumspädagogin Anne Wieland. Sie ist künftig dafür zuständig, Erwachsene und Kinder mit Führungen die faszinierende Welt des Salzes näher zu bringen.

Gerade für Kinder geht es dabei eher um einen spielerischen Umgang mit den Kristallen und um Aktionen während der Ferien auf dem Außengelände des Hofe, wo demnächst noch ein Spielplatz entsteht.

Die 35-Jährige gehört seit Juli zum Team der neuen Attraktion im Kurort und hat den Aufbau der Ausstellung hautnah miterlebt. Auch Führungen kamen beizeiten dazu, – eine Architektengruppe sah sich unter ihrer Führung in den unvollendeten Salzwelten bereits um. „Sie interessierten sich allerdings weniger für die Geschichte des Salzes, sondern mehr für die Historie und die Bausubstanz des Hofgebäudes“, berichtet Wieland mit einem Lächeln.

Die Fragen nach dem Salz, seiner Wirkung und der Anwendung kommen aber bestimmt. Dafür ist Wielnad gut gerüstet, sie hat sich intensiv mit der für sie neuen Materie beschäftigt.

Nach Schule und Abitur studierte sie Volkskunde, mittelalterliche und neuere Geschichte sowie Ethnologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, nebenher absolvierte sie Praktika in Museen und war von 2008 bis 2010 als Volontärin beim LWL-Industriemuseum in Lage bei Detmold, einem Ziegelmuseum, tätig. Führungen, Workshops, begleitende Programme und Angebote für Kinder gehörten dort zu ihrem Aufgabenbereich.

Seit 2010 ist sie zudem Gesellschafterin bei „dingedurchdenken“, einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die als Schnittstelle zwischen Museen und Wissenschaft entsprechende Dienstleistungen anbietet.

Zu Wielands wissenschaftlichen Schwerpunkten gehörte unter anderem die Gesichte der Ziegelherstellung und die Sozialgeschichte der Ziegler. Eine ähnliche Verbindung sieht sie in der Geschichte des Salzes und der Salzsieder.

„Erfahrungswerkstatt zum Experimentieren

Neben den Führungen durch die Ausstellung, die sich mit der Geschichte und dem Einfluss des Salzes in vielfältigen Bereichen beschäftigt, bietet Anne Wieland ihren Gruppen einen besonderen Höhepunkt an: Sie haben die Möglichkeit, in der Erfahrungswerkstatt die chemische Seite des Salzes kennen zu lernen, Experimente mit Salz und Eis zu wagen, selbst Badesalze und Seifen aus dem Rohstoff Salz, vermischt mit Kräutern, herzustellen und die 400-fache Vergrößerung der Salzkristalle zu bestaunen. Dabei dürfte besonders Kinder das Farbenspiel gelb-orange mit dem Bunsenbrenner faszinieren.

Die Tätigkeit mit Kindern wird einen wesentlichen Schwerpunkt in der Arbeit bilden. Inspirationen dazu hat sie sich in der Saline Gottesgabe in Rheine geholt, wo es sehr viele Mitmachangebote für Kinder und Familien gibt. Zudem hat sie gemeinsam mit der INI-Gesamtschule und der Sälzerschule weitere Ideen entwickelt, um das Thema Salz und die Ausstellung in den Unterricht zu integrieren. Darüber hinaus wird Anne Wieland sich an die Schulen im gesamten Kreis Soest wenden, und sie zum Besuch der Salzwelten einladen. - rgr

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