Rodung macht Vögel heimatlos

Neuenkamp - Innerhalb eines Tages war das Wäldchen im Bereich der Siedlung Neuenkamp am Montag gerodet, die Bäume lagen auf einem Haufen am Wegesrand.

Ein Anzeigerleser beklagte als Folge jedoch, dass die Bäume vielen Vögel nun fehlen würden, zwei „Baby-Eulen“ hätten nachher auf dem Boden gesessen. Daher stelle sich die Frage, ob diese Fällaktion zur aktuellen Jahreszeit erlaubt war. 

Zuständig für die Rodung ist der Forstbetriebsbezirk Lippetal. Deren Leiter Christoph Hentschel erläuterte auf Nachfrage, dass es sich bei der 2 000 Quadratmeter großen Fläche um eine durchgewachsene Weihnachtsbaumkultur gehandelt habe, die nun wieder in eine Ackerfläche zurück verwandelt werden soll. Die Rodung sei genehmigt und entsprechende Ausgleichsmaßnahmen durch die Wiederaufforstung an anderer Stelle seien bereits durchgeführt worden. 

Ebenso seien ein artenschutzrechtliches Gutachten und eine Begehung des Areals durchgeführt worden. Wären dabei zum Beispiel nistende Eulen festgestellt worden, wäre die Rodung verschoben worden. Hentschel warb daher ausdrücklich darum, dass Anwohner sich im Fall des Falles möglichst umgehend melden sollten.

 Der jetzige Zeit sei gewählt worden, weil die Rodung wegen des trockenen Wetters ziemlich bodenschonend durchgeführt werden konnte, auch der Boden gehöre schließlich zum Ökosystem.

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