Vorgabe des Kirchenkreises: Gemeinden werden Regionen

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Tobias Eichholz (stehend) von der Soester Wiesegemeinde berichtete von den ehrenamtlichen Diensten. Links sein Kollege Burkhard Schmücker, rechts Pfarrer Dietrich Woesthoff und der Vorsitzende des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Neuengeseke, Dr. Jürgen Buchbinder.

BAD SASSENDORF - Die vom Kirchenkreis Soest gewünschte Regionenbildung mit anderen Kirchengemeinden war jetzt Thema einer Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde in Neuengeseke. Die pfarramtliche Verbindung Möhnesee/Neuengeseke gehe eine Verbindung mit der evangelischen Kirchengemeinde Bad Sassendorf und der reformierten Gemeinde Soest ein, von der Struktur her würde dies passen, erklärte Pfarrer Dietrich Woesthoff.

Der Pfarrer betonte in der Versammlung aber auch: „Wir werden auf jeden Fall unsere Selbstständigkeit behalten. Die Verbindung dient lediglich der Zusammenarbeit und bedeutet keinesfalls eine pfarramtliche Fusion.“

Ob die Kirchengemeinde Weslarn, zu der auch ein großer Teil des Lippetals gehöre, noch dazukomme, sei ungewiss, da dort die Gespräche noch liefen, während man sich in den oben genannten Gemeinden bereits einig sei.

Woesthoff berichtete recht anschaulich, wie eine Zusammenarbeit der Gemeinden künftig aussehen könne. Die Gestaltung von Gottesdiensten, insbesondere auch Kindergottesdienste, was ja in Bad Sassendorf beispielhaft läuft, Vertretungen der Pfarrer untereinander, Mehrgenerationenarbeit, Seelsorge in den Kliniken und Seniorenheimen, Dienste an den Schulen, führte er an. Letzteres funktioniere schon sehr gut, er selbst unterrichte an Sassendorfer Schulen und treffe dabei auch Kinder aus Neuengeseke. Mit Sassendorf sei Neuengeseke auch kommunal verbunden, da liege eine kirchliche Verbindung nahe. Für die reformierte Gemeinde Soest sei eine Verbindung mit Neuengeseke idealer als mit den größeren Soester Gemeinden.

Mindestens 7 000 Mitglieder als Vorgabe

Damit stimme auch die Vorgabe des Kirchenkreises von mindestens 7 000 Gemeindemitgliedern. „Möhnesee/Neuengeseke hat 3 000, Sassendorf 3 500 und die reformierte Gemeinde 400 Mitglieder“, so Woesthoff. Damit bleibe die Region überschaubar.

Aus der Versammlung kamen Anregungen, doch die nördliche Schiene, also eine Verbindung mit Weslarn zu forcieren. Pfarrer Woesthoff schloss dies nicht aus, gab aber zu bedenken, dass dies eine große Gemeinde sei, da sie sich bis in die Gemeinde Lippetal erstrecke. Von 2 000 Gemeindemitgliedern gehören nur 400 direkt nach Weslarn. Die Kirchengemeinde Bad Sassendorf befürchte, das die Region mit dieser Verbindung zu groß werde.

Der Anregung eines Neuengesekers, stärker mit den katholischen Gemeinden zusammenzuarbeiten pflichtete Woesthoff bei. In Möhnesee laufe das bereits sehr gut. Es wurden auch Stimmen laut, die vermuteten, dass hinter einer vorläufigen Zusammenarbeit von Nachbargemeinden die Absicht des Kirchenkreises stecke, später pfarramtliche Verbindungen einzugehen.

Im weiteren Verlauf der Versammlung stand die Organisation des Küsterdienstes zur Diskussion, denn die langjährige Küsterin Mechthild Levermann-Babiel scheidet im Frühjahr aus Altersgründen aus. Das Amt wird aus finanziellen Gründen nicht mehr mit einer hauptamtlichen Kraft besetzt. Wie dies durch ehrenamtliche Mitarbeiter aufgefangen werden kann, erläuterten Tobias Eichholz und Burkhard Schmücker von der Soester Wiesegemeinde. Pfarrer Woesthoff hofft nun auf eine große Beteiligung der Neuengeseker in zwei Gruppen für verschiedene Aufgabengebiete. - rgr

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