Vereinigter Neuengeseker Schützenverein

Schützen halten ihre Halle in Schuss

Schützen Neuengeseke
+
Gemeinsamer Einsatz für die Schützenhalle (von links): Dirk Lau (zweiter Geschäftsführer), Henning Varnholt (erster Geschäftsführer), Jörg Heidhues (Rendant), Stephan Riepegerste (Elektrotechnik), Jan Berkhoff ( Dachdeckerei, Zimmerei), Bürgermeister Malte Dahlhoff, Andreas Bahne (Bau- und Möbeltischlerei) und Wolfgang Jäschke (Sanitär- und Heiztechnik).

Die Mitglieder des Vereinigten Neuengeseker Schützenvereins bringen ihre mehr als 100 Jahre alte Halle auf Vordermann.

Neuengeseke – Corona macht allen, die gern feiern und die Geselligkeit pflegen möchten, einen Strich durch die Rechnung. Zweimal schon fiel das Schützenfest aus, dennoch steht in Neuengeseke derzeit die Halle, wichtiger und beliebter Treffpunkt der Dorfgemeinschaft, im Zentrum des Geschehens. Dort wird gearbeitet, die Sanierung läuft auf Hochtouren, und jetzt müssen die Schützen auch noch, was zunächst nicht vorauszusehen war, die Fliesen im Thekenbereich ersetzen. Das kostet zusätzlich, doch die Mitglieder des Vereinigten Neuengeseker Schützenvereins um den Vorsitzenden Georg Wilhelm Dicke sind zuversichtlich, dass sich die Bewohner der Dörfer angesprochen fühlen und helfen. Mit der Volksbank Hellweg haben sie ein Crowdfunding-Projekt gestartet, das darauf abzielt, spendenfreudige Unterstützer zu gewinnen.

So komme ein Euro zum anderen, weil viele dazu beitragen, den benötigten Betrag von insgesamt 8500 Euro aufzubringen.

„Unverhofft kommt oft“, weiß der Vorstand. Die „Runderneuerung“ des traditionsreichen Domizils stellt den Verein mit Kosten in Höhe von gut 125 000 Euro vor enorme finanzielle Herausforderungen. Das Land steuert aus dem Dorferneuerungsprogramm 65 Prozent bei – eine hoch willkommene Summe, den Rest müssen die Schützen aus eigener Kraft aufbringen. Deshalb krempeln sie die Ärmel hoch und erledigen in vielen Stunden auf der Baustelle alles, was sie selber können. Voll und ganz verlassen können sie sich wie gewohnt auf die heimischen Handwerker.

Vieles ist schon geschafft: Das Dach ist zum großen Teil instand gesetzt, die Heizungen sind ausgetauscht worden, ebenso die Fenster an der Ostseite. Die Halle bekam zudem eine neue Verbindungstür und Raumtrennungen. Ohnehin schon ein gewaltiges Pensum, bis sich schließlich herausstellte, dass sich die Fliesen stark angehoben haben und im Übergang zum Holzboden eine Stolperkante entstanden ist. Diese Gefahrenstelle im Haupt- und Durchgangsbereich müsse dringend entfernt werden, um die Halle sicher nutzen zu können, so der Vorstand.

Das Mitmachen lohnt sich, versprechen die Schützen allen, die sich an den Kosten beteiligen. Je nach Betrag dürfen sich die Spender als Dankeschön zum Beispiel auf einen Rundflug freuen, eine Einladung zum Kaffeetrinken beim nächsten Schützenfest oder ein Ständchen des Spielmannszuges. Bis zum 9. Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, denn da ist die Halle das erste Mal wieder vermietet.

Bürgermeister Malte Dahlhoff wies jetzt bei einem Besuch in Neuengeseke auf das große Engagement im Dorf hin.

Der Kunstrasenplatz, die Erweiterung des Gerätehauses, neue Bauplätze, die Renovierung der evangelischen Kirche: In Neuengeseke tut sich was!

Aus der Geschichte

Im Jahr 1839 riefen 146 Einwohner aus den umliegenden Dörfern den Verein ins Leben, der zunächst den Namen „Vereinte Dörfer“ trägt. Die ersten Feste wurden am letzten Sonntag und Montag im Juni unter Eichen gefeiert. 1895 kauft ein Neuengeseker Landwirt den heutigen Schützenplatz. Der Verein beschloss 1913, auf diesem Grundstück ein Schützenhaus zu bauen, das 75-Jährige des Vereins bot ein Jahr später den passenden Rahmen für die Einweihung. Seither feiern die Neuengeseker, Enkeser (im Klei), Beusingser und Herringser dort am zweiten Wochenende nach Pfingsten ihr Schützenfest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare