Neugestaltung war dringend notwendig

Vereine freuen sich über schicken Pilgerhof-Platz

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Frischer Asphalt und neue Spielgeräte machen den Platz vorm Pilgerhof in Weslarn attraktiv. Darüber freuen sich die Vereinsvertreter und der Bürgermeister.

Die Weslarner haben schon Witz über ihren maroden Pilgerhof-Platz gemacht, doch das hat nun ein Ende. 

Weslarn – Fast archaisch wirkt die von Wind und Wetter ausgebleichte Federwippe in Form eines VW Käfers neben all den neuen Spielgeräten auf dem Platz vor dem Pilgerhof. Aber weder auf der alten Wippe noch auf den neuen Teilen können sich Weslarns Kinder bisher austoben. Noch fehlen die Hackschnitzel, die 40 Zentimeter tief rund um die Geräte eingefüllt werden, noch umgibt ein großer Bauzaun das Gelände, das sich der Pilgerhof und die Schützenhalle teilen. Aber ein Ende der Bauarbeiten ist in Sicht, „und heute ist ein großer Meilenstein geschafft“, freut sich Bürgermeister Malte Dahlhoff. Gerade erst wurde der Platz asphaltiert. Noch kleben die Füße ein bisschen, wenn man ein paar Sekunden stehen bleibt. 

Günstiger als geplant

Die Neugestaltung des Platzes war dringend nötig. Im Dorf kursiert der Witz, die zahlreichen Risse und Schlaglöcher hätten nur deshalb ausgebessert werden müssen, weil manch ein angesäuselter Schütze sonst nicht mehr ohne unfreiwilligen Ganzkörper-Bodenkontakt vom Gelände gekommen wäre und auch beim Königstanz Bruchlandungen zu befürchten gewesen wären. Doch die Realität ist deutlich nüchterner. Rasch sammelten sich Pfützen auf dem Platz, die Wasserführung war nicht geordnet, und nun war der Punkt gekommen, Nägel mit Köpfen zu machen. Die Entwicklung des Dorfzentrums war zwar bereits Ende 2018 verabschiedet worden. Doch danach ging die Sache ihren behördlichen Gang inklusive Beantragung und Bewilligung von Förderanträgen. So etwas braucht seine Zeit. 

Asphalt und pflegeleichtes Grün

Die Kosten zur Umgestaltung des Platzes wurden ursprünglich auf rund 240 000 Euro geschätzt, die Gemeinde Bad Sassendorf, zu der Weslarn gehört, muss ein Drittel davon stemmen. Doch dann fielen die Kosten um 12,5 Prozent, sprich 30 000 Euro geringer aus, sagte Projektleiterin Bernadette König. Der Asphalt war der Ausgangspunkt der Baumaßnahmen. Bei der Gelegenheit wurden auch pflegeleichteres Grün eingepflanzt und neue Laternen sowie Sitzgelegenheiten aufgestellt. Zwei Bänke können abgeschraubt werden, wenn der Platz benötigt wird. Einige weitere und mehrere Hochlehner finden hier nach Jahren an der Konzertmuschel im Kurpark eine zweite Heimat. Die neuen Spielgeräte sollen nicht mehr nur noch die ganze Kleinen ansprechen. Die Gestaltung war mit der Dorfgemeinschaft und den nutzenden Vereinen abgestimmt worden, sprich, den Schützen, dem Pilgerhof-Verein und der Landjugend. Der Soester Landschaftsarchitekten Klaus Schulze hatte die ganze Sache geplant und umgesetzt. 

Einweihung ohne großes Tamtam

„Eigentlich sollte die Fertigstellung im Herbst mit großen Tamtam gefeiert werden“, sagte Bürgermeister Dahlhoff. Wegen Corona wird nichts aus den Plänen. Im Dorf dagegen sieht man die positive Seite: „Wir sind hochzufrieden!“, sagt Ortsvorsteher Hans-Joachim Lücker im Namen aller Vereine. Auch der Dorfwettbewerb wurde wegen Corona ins kommende Jahr verschoben. Nun, da der Dorfplatz in Kürze in neuer Pracht erstrahlen wird, hat Weslarn bei diesem Wettbewerb noch bessere Chancen.

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