Stephan Eydt neuer Geschäftsführer der Bäder-Holding

In die Verwaltungsetage der Holding im Haus Rosenau zieht mit Stephan Eydt ein neuer Geschäftsführer ein. - Archivbild: Wilmes

Bad Sassendorf - Die Westfälisches Gesundheitszentrum Holding GmbH hat einen neuen Geschäftsführer. Wie die Holding am Freitag per Pressemitteilung berichtete, hat der Aufsichtsrat Stephan Eydt (50) aus Eichenzell bei Fulda in dieses Amt berufen.

Vollzogen wird mit Eydts Berufung zugleich offenbar die Trennung der Holding von dem bisherigen Geschäftsführer Bernd Hamann.

Eydt engagiert sich der Pressemitteilung zufolge seit 20 Jahren in leitenden Funktionen im Gesundheitswesen. So war der Vater von drei Kindern unter anderem als Geschäftsführer in einem privaten Klinikkonzern und in öffentlichen Einrichtungen sowie als Verwaltungsleiter von Akuthäusern und Reha-Kliniken in Köln, Fulda, Bad Neustadt/Saale und Oberstaufen im Allgäu tätig gewesen.

Mit der Berufung Eydts wird die Bäder-Holding wieder von einer Doppelspitze geführt. Die Holding werde von Eydt nach außen als Hauptgeschäftsführer vertreten, der neue Geschäftsführer soll nach dem Willen des Aufsichtsrats, unterstützt durch externe Fachleute, vor allem ein Konzept für die künftige strategische Ausrichtung der GmbH entwickeln.

„Wir wollen unsere Holding nachhaltig zukunftssicher aufstellen“, wird Landrätin Eva Irrgang, die Vorsitzende des Aufsichtsrats, in der Pressemitteilung zitiert. Eydt zeichne verantwortlich für das Klinik-Geschäft unter dem Dach der Holding in Bad Sassendorf und Bad Waldliesborn. Geschäftsführer Dr. Jens Rieger werde sich künftig federführend insbesondere auf die Sanierung des Sol- und Thermalbads in Bad Westernkotten konzentrieren. Für dieses Bad wurden durch den Aufsichtsrat inzwischen umfangreiche Maßnahmen im Rahmen eines Sanierungs- und Finanzierungskonzepts beschlossen.

Bernd Hamanns Vertrag nicht verlängert

Kein Wort verliert die Pressemitteilung über den früheren zweiten Geschäftsführer der Holding, Bernd Hamann. Ende Mai hatte die Bäder-Holding berichtet, dass Hamann vorerst nicht mehr als Geschäftsführer tätig sei. Hamann sei beurlaubt worden und stehe für dienstliche Belange nicht mehr zur Verfügung. Die Aufsichtsratsvorsitzende Eva Irrgang hatte seinerzeit den Vorgang bestätigt. Dabei hatte sie ausdrücklich Wert auf die Feststellung gelegt, dass Hamann sich „absolut nichts hat zu Schulden kommen lassen“.

Hamann selbst hatte im Mai erläutert, dass es verschiedene Auffassungen in Vertragsangelegenheiten gebe, dass er sich aber vorstellen könne, bis 2021 für das Unternehmen tätig zu bleiben. Daraus wird nun offenkundig wohl nichts.

Dem Vernehmen nach ging es bei den Unstimmigkeit um die Frage, für welchen Zeitraum der Zeitvertrag Hamanns mit der Holding verlängert werden sollte. Da es zu keiner Einigung kam, sei der laufende Vertrag vor Ablauf der entsprechenden Frist gekündigt worden, weil er sich sonst automatisch verlängert hätte. Hamann war seit 2006 Geschäftsführer der Holding.

Bemerkenswert ist auch die künftige Aufgabenverteilung in der Geschäftsführung, wonach Eydt die Vertretung der Holding und ihrer Kliniken nach außen übernimmt. Demgegenüber soll sich Dr. Rieger, der 2012 als Nachfolger Rolf von Blohs installiert worden war, um die Sanierung des Solbads Westernkotten kümmern. Geplant ist eine Sanierung des Innen und des Außenbeckens und der sie verbindenden Schleuse. Zudem sollen durch bauliche Maßnahmen neue Angebote entwickelt werden. Unter anderem durch den Verkauf von Flächen im so genannten Wäldchen wird derzeit die Liquidität für diese Maßnahmen geschaffen.

Die Mutmaßung, dass mit der neuen Aufgabenverteilung eine Zurückstufung des Geschäftsführers Rieger verbunden sei, wollte dieser auf Nachfrage nicht kommentieren. Es gebe künftig eine neue Aufgabenverteilung, demzufolge werde er sich voll und ganz seiner neuen Aufgabe widmen.

Insider berichteten aber auch, dass der Aufsichtsrat insbesondere mit der Entwicklung der – allerdings seit Jahren schwächelnden – Klinik Quellenhof unzufrieden sei. Ebenso sei der Aufsichtsrat mit den jüngsten Verhandlungsergebnissen in Sachen Pflegesätzen nicht glücklich.

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