Standort Lütgenweg

Neuer Bauhof in Bad Sassendorf fast fertig

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Der zentrale Bauhof-Standort am Lütgenweg steht vor der Fertigstellung. Bürgermeister Malte Dahlhoff (rechts) und Andreas ter Horst von der Abteilung Hoch-und Tiefbau gehen von einem Umzug vom Landerpfad im Laufe des Monats März aus.

Bad Sassendorf - Mit diesem Stützpunkt sei der Bauhof gut gerüstet für die nächsten Jahrzehnte. Das sagt Bürgermeister Malte Dahlhoff zum Großprojekt, das jetzt die Zielgerade erreicht. In wenigen Wochen steht der Umzug an. 

Aus zwei mach eins: Nach diesem Prinzip läuft die Erweiterung und Erneuerung des Standortes am Lütgenweg. Viele Jahre war der Bauhof der Gemeinde am Landerpfad untergebracht, der Betrieb dort wird in Kürze eingestellt. Dann besteht nur noch die zentrale Niederlassung. 

Die hoch aufragenden Gebäude in Stahlbauweise stehen, ein Großteil der Arbeiten ist abgeschlossen. In wenigen Wochen soll alles unter Dach und Fach sein und nur noch eine Einheit bestehen, die dann – nach jetzigem Stand – im Laufe des Märzes die volle Funktion übernimmt. 

Der Umzug soll zur Vegetationsphase abgeschlossen sein, schildert der Bürgermeister. Wenn nämlich die Natur wieder grünt und blüht, gibt es überall draußen im Gemeindegebiet reichlich zu tun. 

Am Lütgenweg stehen gut 3000 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Hier ist wesentlich mehr Platz als am Landerpfad, wo sehr beengte Verhältnisse herrschen. Lieferfahrzeuge können auf dem Gelände nahe des Kurparkes bequem rangieren, Sattelschlepper größere Mengen von Schüttgut – wie Streumittel für den Winterdienst – zu den Boxen bringen. Das spart Transportkosten. 

Die Hallen bieten reichlich Lagerflächen für das Material, die Fahrzeuge parken trocken, ebenso sind Werkstattbereich und Waschplatz vorgesehen sowie ein größerer Trakt für die 24 Mitarbeiter. Noch stehen die Ebenen weitgehend leer, doch das wird nicht so bleiben, sodass sich schon in Kürze ein ganz anderes Bild ergibt. 

Die Planung und Gestaltung des Projektes optimieren die Abläufe – auch das ein Vorteil der gesamten Konzeption, auf den Bauhof-Leiter Ludger Bastert in der jüngsten Sitzung des Umweltschutz-Ausschusses hinwies. Pluspunkte liegen danach unter anderem in der besseren Ausnutzung der Wagen, Geräte und Maschinen sowie bei den kürzeren Wegen.

„Produktiver, effektiver, wirtschaftlicher“, fasst Bürgermeister Malte Dahlhoff die Potenziale zusammen. Der erste Spatenstich – offizielles Startsignal – erfolgte vor gut 15 Monaten. Den Hintergrund der Investition von 2,7 Millionen Euro bildet die bereits erfolgte organisatorische Fusion des Saline-Bauhofs mit dem der Gemeinde, der sich nun mit der räumlichen Zusammenführung der bisher parallelen Stationen ein weiterer Schritt anschließt. Die Bau-Aufträge gingen überwiegend an Firmen aus der Region.

 „Ein Glückgsgriff“, sagt Dahlhoff zum Areal am Lütgenweg, das gute Voraussetzungen für eine moderne, zukunftsfähige Anlage biete. So ist die Infrastruktur beispielsweise darauf ausgerichtet, demnächst auch Elektrofahrzeuge des Fuhrparkes für den Alltags-Einsatz direkt vor Ort aufzuladen. 

Berücksichtigt ist zudem der Fall des Falles: Sollte es einmal zum großen Blackout kommen, und überall fallen die Zapfsäulen aus, wäre es möglich, an der eigenen Station die Wagen der Feuerwehr aufzutanken. Das Gelände am Landerpfad soll zur Refinanzierung der Maßnahme als Baugrund in die Vermarktung gehen. Ein Thema, das noch die Politik beschäftigen wird, so der Bürgermeister. Ein Stichpunkt der Beratungen dürfte auch der Wunsch nach preisgünstigem Wohnen sein.

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