Stadtentwicklungskonzept: Die Meinung der Bürger ist gefragt

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Jede Menge Autoverkehr wird am Jahnplatz abgewickelt. Wie all das berücksichtigt werden kann, wird in der Versammlung unter anderem mit dem Verkehrsgutachten vorgestellt.

Bad Sassendorf – In Bad Sassendorf tut sich derzeit eine Menge: Mit Sole-Thermalbad, neu gestaltetem Kurpark und dem neuen Gebäude für die Klinik Hellweg werden nach und nach zentrale Anlaufpunkte im Kurort neu belebt. Doch was bedeutet das für den Ort? Verkehr, Laufwege, Parkflächen und die Frage einer attraktiven Gestaltung bestimmter Bereiche stehen daher auf der Agenda. Bewältigt werden sollen diese Aufgaben mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK), dessen Erstellung seit einiger Zeit läuft. Entscheidend  ist dabei die Beteiligung der Einwohner, deshalb lädt die Gemeinde erneut zu einer Bürgerversammlung ein. Dabei gilt: Nicht nur zuhören, sondern mitmachen.

Wie Bürgermeister Malte Dahlhoff erläutert, gehören zu dem ISEK mehrere übergeordnete Themen wie Ortsbild, Grün- und Freiräume, Mobilität, Nutzungen und Funktionsvielfalt. Diese Themen spielen wiederum bei unterschiedlichen Handlungsfeldern eine Rolle. Welche das sein können, wurde bereits zum Auftakt des ISEK-Verfahrens in einer Präsentation vorgestellt. 

So geht es unter anderem um eine Umgestaltung des Jahnplatzes. Ein Beispiel, das zeigt wie die Generalthemen bei einzelnen Fragen eine Rolle spielen, denn die Neuordnung des Jahnplatzes beträfe unter anderem den Auto- und Busverkehr, die Grün- und Nutzflächen und das Ortsbild an sich. Ähnliches beim Parkplatz an der Sole-Therme: Bei Erhalt der Bäume sowie Neupflanzungen könnte eine Umgestaltung eine Verbesserung des Eingangsbereichs zur Therme und zum Kurpark bewirken. 

Mit Blick auf den Neubau für die Hellweg-Klinik rückt die Bismarckstraße in den Blick, zum Thema öffentlicher Nahverkehr ist der Bahnhof mit der geplanten barrierefreien Gestaltung der Bahnsteige und dem Herrichten eines attraktiven Umfeldes ein Thema. Und bei der Klinik am Hellweg steht, wenn der Neubau fertig ist, ein Konzept für die Nachnutzung des alten Standorts mit einem medizinisch-gesundheitlichen Schwerpunkt an. 

Ein wichtiges Thema für eine Verbesserung des Ortsbildes ist außerdem die Umgestaltung der Bahnhofstraße. Eine Stärkung als Geschäftsstraße, eine Anpassung der Verkehrssituation und der Parkflächen und die Renaturierung der Rosenau vom Mühlenteich bis zum Sälzerplatz sind verschiedene Punkte. 

In all diese Bereiche spielen zudem andere Aspekte wie Maßnahmen zum Klimaschutz zunehmend hinein, betont der Bürgermeister. Im städtischen Bereich seien dies beispielsweise Fragen zur Begrünung von Fassaden oder Bauwerken. 

Wichtige zusätzliche Impulse für die Bürgerversammlung könnten somit im Vorfeld die Sitzungen des Ausschusses für Landschaftspflege und Umweltschutz am 12. September und des Planungs-, Bau- und Verkehrsausschusses am 18. September bringen. So sollen im Umweltausschuss insbesondere Maßnahmen für den Klimaschutz besprochen werden. 

Je nachdem, wie einmütig sich das Meinungsbild zu verschiedenen Vorhaben darstellt, sollen einzelne Maßnahmen in Rat und Ausschüssen zügig weiter erörtert werden. Somit können eventuell sogar noch bis zum Stichtag 30. September Förderanträge für bestimmte Projekte eingereicht werden, kündigt Bürgermeister Dahlhoff an.

Einwohner sollen beim ISEK mitwirken

Informieren und selbst mitmachen: Dazu sind die Einwohner der Gemeinde bei der Bürgerversammlung am Donnerstag, 19. September, ab 19 Uhr im Tagungszentrum aufgerufen. 

Nach der Vorstellung des Verkehrskonzeptes sind die Teilnehmer aufgerufen, sich einer der Gruppen zu verschiedenen Schwerpunktthemen anzuschließen, Vorschläge zu diskutieren und eigene Anregungen einzubringen. Die Einbeziehung der Einwohner ist nämlich ein elementarer Bestandteil bei der Erarbeitung eines ISEK.

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