Protest gegen Verkehrsbelastung

Spindelpfad-Anwohner ärgern sich: „Es ist unerträglich“

Anwohner vom Spindelpfad
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Bei einem Treffen vor der Haustür sprachen Anwohner des Spindelpfades Klartext. Ihr Dauerthema: die Belästigung durch den Verkehr vor ihrer Haustür.

Eine Gruppe von Anwohnern des Spindelpfades ärgert sich über den Verkehr vor ihrer Haustür, eine Dauerbelastung, wie sie meinen.

.Bad Sassendorf – Nachbarn vom Spindelpfad machen ihrem Unmut Luft. Sie ärgern sich massiv über den Verkehr vor ihrer Haustür, über Lastwagen, die derzeit mit ihren Fuhren zur Baustelle in der Wasserfuhr und wieder zurückrollen. Sie klagen aber auch über Raser, die über die Straße brettern. Bei einem spontan angesetzten Treffen vor den Haustüren sprach eine Gruppe von Anwohnern Klartext: Durch eine ihrer Meinung nach „unstrukturierte Bautätigkeit“ und „ausufernden Verkehr“, verbunden mit Lärm und ständigen Erschütterungen, werde das Leben in Bad Sassendorf für Anwohner und Gäste immer unattraktiver. Die Situation sei aufreibend und unerträglich.

Das Problem ist nicht neu und wächst sich nach Ansicht der genervten Anwohner schon zu einer schier unendlichen Geschichte aus. Unsere Zeitung hat oft berichtet, dargestellt, was die Anwohner schon selber unternommen haben, und immer wieder Zuschriften von Lesern veröffentlicht.

„Es ist zum Verzweifeln“, sagt eine der Nachbarinnen. Eine andere stimmt ihr zu: „Wir kämpfen seit vielen Jahren. Was wir auch sagen – es kommt im Rathaus einfach nicht an. Es ist, als ob wir vor eine Wand reden.“ Familie Balks erzählt, sie sei extra nach Bad Sassendorf gezogen, um die erholsame und entspannende Atmosphäre eines Kurortes zu genießen. Für den Wohnungswechsel habe sie viel aufgegeben – doch von Ruhe keine Spur. Ganz im Gegenteil!

„Der Spindelpfad ist eine Haupterschließungsstraße“, macht Bürgermeister Malte Dahlhoff deutlich. Die Straße sei so geplant gewesen, sie diene den Anwohnern des Wohngebietes, zu ihren Grundstücken zu komme und nehme den durchgehenden innerörtlichen Verkehr auf. Das führe zu einem entsprechenden Aufkommen an Fahrzeugen, wenn es auch nicht so viele wie in der Allee- oder Schützenstraße seien. Durch die Bautätigkeit seien aktuell sicher mehr größere Lastwagen unterwegs, jedoch nicht auf Dauer. Dahlhoff weist auf Messungen hin, die eine Reduzierung des Tempos ergeben hätten. „Wir haben das Thema im Blick“, betont er. So sollen die Fragen geklärt werden, wie Mobilitätsströme gelenkt werden sollten und wie zukunftsfähige Lösungen in Bad Sassendorf insgesamt aussehen.

Noch aber schlagen die Wogen im Spindelpfad hoch, zumindest bei den Anwohnern, die ihre Empörung im Gespräch mit unserer Zeitung unmissverständlich zum Ausdruck brachten. Sie sind aufgebracht. Von Rissen in den Häusern war die Rede und von Bildern, die von den Wänden fallen. Ein Kurgast, so Heidemarie Jarmuth, habe sich kürzlich die Frage erlaubt: „Wieso haben Sie denn die Bezeichnung Bad im Namen?“ Einen Kurort stelle er sich anders vor.

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