An der Grundschule im Einsatz

Sozialarbeit in der Schule: Sonja Heinert setzt auf das Vertrauen der Schüler

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Ins Gespräch kommen und bei Konflikten helfen, das will Sozialarbeiterin Sonja Heinert von der Sälzerschule.

Basd Sassendorf - Sonja Heinert hat Jana Michel abgelöst, die nun als sozialpädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase tätig ist. Die Sozialarbeiterin Heinert hat eine halbe Stelle bei der Gemeinde Bad Sassendorf und ist  ausschließlich an der Grundschule im Einsatz, jeden Tag von acht bis zwölf Uhr.

„Die Kinder sollen mit Vertrauen zu mir kommen können“, das ist Sonja Heinert, Schulsozialarbeiterin an der Sälzerschule, ganz besonders wichtig. Seit Mai ist sie da, hat jetzt ihren Platz im Team der Gemeinschaftsgrundschule.

Noch sind es die alltäglichen Streitereien, mit denen die Schüler zu Sonja Heinert kommen und bei denen sie hilft, diese zu lösen. Die Schulsozialarbeiterin möchte aber auch an anderer Stelle unterstützen, etwa wenn es um Anträge zu Bildung und Teilhabe geht, die etwa die Eltern stellen können, wenn Material für die Schule gebraucht wird, aber gerade das Geld knapp ist. 

Kontakte will Heinert auch zum Jugendamt und anderen Einrichtungen knüpfen. Das passiere natürlich immer anonym, betont Sonja Heinert. Dessen können sich die Schüler und auch die Eltern sicher sein. Nichts aus den Gesprächen würden etwa die Lehrer erfahren. Dem pflichtet auch Konrektorin Silke Sander bei: „Unsere Schulsozialarbeiterin ist nicht der verlängerte Arm der Schule.“ Sie habe Schweigepflicht für das, was ihr die Kinder anvertrauen. 

Die Gemeinschaft in der Schule sei ziemlich vielfältig, einfach bunt, beschreibt Konrektorin Silke Sander, eben mit allen Facetten und jeder könne hier seinen Platz finden. Rund 350 Schüler lernen an der Sälzerschule; nach den Sommerfereien starten fünf erste Klassen. Wichtig sei immer die soziale Gemeinschaft, das soziale Lernen vom ersten Tag der Schulzeit an. 

Das soziale Lernen, das Zusammenwachsen zu einer Gemeinschaft, das ist wichtig an der Schule: schon zum Start gibt es das „Teamgeister-Projekt“. Auch Streitschlichter werden ausgebildet. Ausgestattet mit Westen und damit für alle erkennbar, absolvieren sie in den Pausen ihren Dienst und sind gleich vor Ort, wenn sich „Stress“ anbahnt. 

In den ersten beiden Klassen – und auch darüber hinaus – werde an der Sälzerschule direkt begonnen, den Grundstein für eine funktionierende Gemeinschaft zu legen. Das wird nun auch Sonja Heinert begleiten. Sie setzt neben den gemeinschaftlichen Themen bei der Konfliktbewältigung vor allem auf Gespräche, sie will Verständnis für die Schüler aufbringen und immer auch motivieren. 

Sonja Heinert komplettiert das sogenannte „multiprofessionelle Team“ an der Sälzerschule. Gemeinsam mit der Schulleitung, einer sozialpädagogischen Fachkraft, einer Sonderpädagogin und einer Schulassistentin unterstützt auch sie die Lehrer und Schüler aller Jahrgänge. Eben nicht nur im Unterricht, sondern auch bei allen anderen Problemen und auch für die Eltern.

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