Sonntagstreff verabschiedet Leiterin Brigitte Punde

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Brigitte Punde (vorne Mitte) hat die Leitung des Sonntagstreffs abgegeben. Karin Lange (links) macht weiter und sucht Unterstützung. Mit auf dem Bild: die stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Kolkmann, Büroleiterin des Seniorenbüros, Helmut Josch vom überregionalen Team der Seniorenbüros und Edelgard Große-Brauckmann, Sprecherin des Seniorenbüros (von links).

Bad Sassendorf – „Gerade die Wochenenden sind am schlimmsten, da drückt es einen herunter wie ein Mühlstein“, weiß Brigitte Punde beim jüngsten Treffen im großen Kaminzimmer des Hotels „Schnitterhof“, dann legt sie erst einmal die Abschieds-Blumensträuße beiseite und erzählt weiter:

„Wer alleine ist, wer einsam ist, wer traurig ist, der hat hier beim Sonntagstreff einen ganzen Nachmittag lang Gesellschaft, Ansprache, ein nettes Programm bei Kaffee und Kuchen. Niemand muss alleine bleiben – und wir freuen uns über jeden, der bei uns an den Tischen Platz nimmt.“ 

Offene Türen habe sie eingerannt vor fünf Jahren, als sie die Idee mit dem Sonntagstreff unter der Patenschaft des Seniorenbüros präsentierte, das erzählt Brigitte Punde stolz: „Ich habe nicht viel Werbung machen müssen, schon beim ersten Treff saßen 40 Leute an den Tischen.“ Sie strahlt: Viele Freundschaften seien längst entstanden zwischen denen, die regelmäßig sonntags vorbeischauten und ja: manchmal sogar mehr. 

Jeden dritten Sonntag im Monat gibt es die Veranstaltung, immer von 15 bis 17 Uhr im Maritim-Hotel „Schnitterhof“ in der Salzstraße. Nach fünf Jahren zieht Brigitte Punde sich jetzt zurück – das Seniorenbüro habe sie als Ehrenamtliche mitbegründet, den Sonntagstreff geleitet, davor habe sie schon bei der DLRG in ihrer früheren Heimat Castrop-Rauxel 26 Jahre lang „alles gerettet, was es zu retten gab“ – alles ehrenamtlich, versteht sich. 

Nach dem Umzug nach Bad Sassendorf hielt es sie nicht lange auf dem Sofa: „Ich brauchte was zu tun, ich wollte meinem Leben wieder Sinn und Inhalt geben“, so erinnert sich Punde, dass auch sie einmal allein und traurig war – aber eben nicht für lange. Wer soll nun weitermachen? Karin Lange auf jeden Fall. Sie ist seit drei Jahren als Ehrenamtliche mit an Bord, will den Sonntagstreff aber nur äußerst ungern alleine fortführen und sucht deshalb dringend Verstärkung an ihrer Seite. 

Was man können muss? „Freundlich sein, hilfsbereit und zuvorkommend“, sagen Punde und Lange: „Zuhören muss man können, einfach da sein, helfen und handeln, wo es nötig ist.“ Mann oder Frau, das sei dabei ebenso egal wie das Alter. Das Lob für Pundes Engagement kam von vielen Seiten – auch Bürgermeister Malte Dahlhoff ließ herzliche Grüße ausrichten. Seine Stellvertreterin Angelika Kolkmann unterstrich: „Dieser Sonntagstreff darf nicht enden! Es ist wichtig, dass neue Leute mit anpacken!“

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