Bürgerversammlung zur Zukunft der Gemeinde

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Kureinrichtungen wie das Kurmittelhaus (rechts im Bild) oder die Holding-Einrichtungen wie zum Beispiel die Klinik am Hellweg (Mitte) stehen für die bedeutendste wirtschaftliche Grundlage des Ortes überhaupt. Die Weiterentwicklung der Kureinrichtungen ist daher das Thema der Bürgerversammlung am Dienstag.

Bad Sassendorf - Die Entwicklung zentraler Einrichtungen der Gemeinde sollen am Dienstag bei einer Bürgerversammlung im Tagungszentrum diskutiert werden. Wem die Zukunft des Ortes am Herzen liegt, sollte sich diesen Termin rot im Kalender markieren, die Themen haben es durchaus in sich.

Das Thermalbad als Besuchermagnet, die Kliniken und das Kurmittelhaus als Grundlage für das wirtschaftliche Wohlergehen der Gemeinde, der Kurpark mitsamt Gradierwerk sowie Tier- und Pflanzenwelt als Anker für die emotionale Identifikation mit dem Ort: Diese drei Bausteine sind für Bad Sassendorf von herausragender Bedeutung, viele Überlegungen drehen sich daher derzeit um diese Einrichtungen.

Was inzwischen konkreter geplant wird und wie die Gemeinde auf dieser Grundlage in die Zukunft geführt werden könnte, das möchten die Vertreter der Gemeinde, der Saline und der Sole-Therme in einer Bürgerversammlung mit den Einwohnern diskutieren, erklärt Bürgermeister Malte Dahlhoff. An alle Interessierten gehe daher die Einladung, sich in die Bürgerversammlung einzubringen.

Ziel sei es, die Einwohner frühzeitig zu informieren und einzubinden. Zum Beispiel beim Thema Thermalbad: Hier wird Geschäftsführer Hans-Peter Vogelhofer erläutern, wie die Sole-Therme durch die geplante Sanierung für die nächsten Jahre fit gemacht werden kann.

Über die Planungen für die Weiterentwicklung des Kurparks im Rahmen des Projekts „Kurpark 3.0“ wird der inzwischen beauftragte Landschaftsplaner Klaus Schulze ausführen, welche Module umgesetzt werden sollen.

Und nicht zuletzt geht es beim dritten Themenbereich um die Weiterentwicklung der Kureinrichtungen und der drei Kliniken der Holding. Der Bürgermeister: „Hier geht es um aktuelle Gedanken, wie wir die Kliniken zukunftsfähig machen können.“ Dies insbesondere auch mit Blick auf den Erhalt der Arbeitsplätze in den Einrichtungen der Holding.

Dass in der Bürgerversammlung Themen von großer Bedeutung behandelt werden, zeigt schon das jeweilige Investitionsvolumen. Allein für die Sanierung der Sole-Therme sind rund zehn Millionen Euro veranschlagt, vier bis viereinhalb Millionen sind es für die Erneuerung des Kurparks, und auch die Weiterentwicklung der Kureinrichtungen dürfte kräftig zu Buche schlagen.

Bürgermeister Dahlhoff zeigte sich im Vorgespräch jedoch überzeugt, dass es zur Weiterentwicklung dieser Bereiche keine Alternative gebe. Das Thermalbad sei mit 300 000 Gästen pro Jahr ein wahrer Besuchermagnet, Kurpark und Gradierwerk seien die Symbole des Heilbades schlechthin. Und die Kliniken bedeuteten für viele Patienten die erste Begegnung mit dem Ort überhaupt – oft genug verbunden mit dem Wunsch, einmal wieder zu kommen.

Dahlhoff: „Wenn wir diese Besucherzahlen nicht mehr haben, dann ist auch die Frage, wie lange so etwas wie die Fußgängerzone gehalten werden kann.“

Die Bürgerversammlung, zu der alle Interessierten eingeladen sind, findet am Dienstag, 19. Januar, ab 19 Uhr im Tagungs- und Kongresszentrum statt.

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