Neuerscheinung über das weiße Gold

Anzeiger-Redakteur Ludger Tenberge schreibt Buch über Salz

„Sole, Salz und Wohlergehen“, heißt der Titel des Buches, das Autor Ludger Tenberge geschrieben hat. Im Hintergrund ist das Erlebnis-Gradierwerk zu sehen.
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„Sole, Salz und Wohlergehen“, heißt der Titel des Buches, das Autor Ludger Tenberge geschrieben hat. Im Hintergrund ist das Erlebnis-Gradierwerk zu sehen.

Ludger Tenberge, Redakteur aus Bad Sassendorf., veröffentlicht ein Buch über Salz und nähert sich dem Thema ais unterschiedlichen Persepketiven. Denn: Salz ist Leben.

Bad Sassendorf - Ohne Salz geht nichts. Jeder kennt es, jeder braucht es, in vielen Küchenschränken steht es. Ohne die feinen Körnchen schmeckt das Essen einfach fad. Heute kostet das Pfund im Supermarkt gerade ein paar Cent. Dabei galt das wichtigste Gewürz der Antike einmal als weißes Gold und als reine Kostbarkeit, die in Märchen und Sagen sogar noch über teuren Edelsteinen steht. Anzeiger-Redakteur Ludger Tenberge schreibt über den einst raren, natürlichen Schatz, der heute für jeden erschwinglich, aber als vielfältig verwendbares Heil- und Lebensmittel immer noch von großer Bedeutung ist. Mit seinem Buch, das den Titel trägt „Sole, Salz und Wohlergehen“, lädt er zu einer Zeitreise ein.

Der Autor berichtet über die alten, bekannten Sälzerorte von Unna bis Salzkotten und über das begehrte Gut am Hellweg, das denen, die es in Hülle und Fülle besaßen, einst großen Reichtum bescherte. Weitere Kapitel widmen sich dem Badewesen sowie der Entwicklung der drei benachbarten Kurorte – Bad Sassendorf, Bad Westernkotten (Erwitte) sowie Bad Waldliesborn (Lippstadt), das den Beinamen Venedig Westfalens trägt. Viele Menschen reisen dorthin, um sich zu regenerieren, sich zu erholen, zu entspannen und die Freuden der touristischen Infrastruktur zu genießen. Das Thema Salz, das uralte Vermächtnis der Siedetradition sowie der Meister und Knechte, die dieses Handwerk rund um die winzigen Kristalle beherrschten, begegnet Bürgern und Besuchern in Bad Sassendorf auf Schritt und Tritt.

Bogen reicht über die Jahrhunderte: Von historischen Tontiegeln bis zu modernen Thermen

Das neue Buch spannt den Bogen über die Jahrhunderte bis in die heutige Zeit und reicht somit von historischen Tontiegeln bis zu Therapie-Zentren sowie modernen Thermen mit mineralienreichem Wasser und Wellnessangeboten. Am Schluss steht ein Ausblick in die Zukunft, denn, so der Lokal-Journalist, „die Heilbäder und ihre Verantwortlichen müssen beständig in Bewegung bleiben, soll der Gesundheitssektor nicht ins Stocken geraten.“

Wo es Salz gab, florierte die Wirtschaft. Auch Werl verdankt seine ursprüngliche Stellung dem wertvollen Rohstoff, der dort gewonnen wurde. In Soest belegen Funde von Überresten einfacher Tonöfen einen frühen Salinenbetrieb. Archäologen erforschten zu Beginn der 1980er-Jahre das Sälzerviertel am „Kohlbrink“ – ein spannendes Feld nicht nur für die Wissenschaftler, sondern auch für die Bewohner, die sich für die regionale Geschichte interessieren.

Zu den ersten Stationen des Bad Sassendorfer Kurbetriebes auf Grundlage der Sole zur medizinischen Anwendung zählen Mitte des 19. Jahrhunderts das Aufstellen von Holzbadewannen in der Nähe eines Brunnens, dann die Eröffnung eines Badehauses und wieder 50 Jahre später ein Neubau mit Badezellen und Logiermöglichkeiten. Schritt für Schritt ging es weiter. Inzwischen gehört das 1960 errichtete Gradierwerk der Vergangenheit an, stattdessen bietet ein zweigeschossiges Erlebnis-Gradierwerk Gelegenheit, durchzuatmen und von den Wandelgängen aus den neugestalteten Kurpark zu betrachten. „Der Mensch“, so heißt es, „kann ohne Gold leben, aber nicht ohne Salz.“

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