So sichert der Historische Arbeitskreis Weslarn die Heimatgeschichte

Weslarn – Wer etwas über Weslarn erfahren will, kann das mit einem gemütlichen Spaziergang erledigen. Der Dorfrundgang mit seinen 30 Stationen führt durchs ganze Dorf zu markanten Gebäuden und wichtigen Einrichtungen, die Tafeln vor Ort informieren in Wort und Bild über die jeweilige Station.

Ihre Heimat auf diese Weise ins rechte Bild gesetzt haben die Mitglieder des Historischen Arbeitskreises Weslarn. Akribisch galt es die Informationen für jede Station zusammenzufassen und passende Bilder zu suchen. Die Metallrahmen nach Lohner Vorbild wurden jeweils in ehrenamtlicher Arbeit aufgestellt. Wie die Mitglieder des Arbeitskreises ebenso wie die Nutzer durch den Dorfrundgang mehr über ihre Heimat erfahren können, zeigt exemplarisch die Station des Waschplatzes an der Rosenau, die noch fertig gestellt werden soll. 

„Praktisch jeder Bauernhof mit direktem Zugang zur Rosenau hatte seinen eigenen Waschplatz, dazu gab es drei öffentliche Waschplätze“, berichtet Bernhard Schmidt, der Sprecher des Arbeitskreises. Auch Bleichwiesen zum Auslegen der frisch gewaschenen Wäsche gab es, und die Tafel, die bereits fertig ist, vermittelt eindringlich, wie viel Arbeit vor den Zeiten von Waschmaschine und Trockner mit dem Waschtag verbunden war. Von diesen Einblicken in die Ortsgeschichte, die Familien, die Höfe und wichtige Entwicklungen soll der Heimatort Weslarn insgesamt profitieren. 

Forschungen zur Weslarner Geschichte in den einschlägigen Archiven, die Sicherung und Archivierung historischer Dokumente und Fotos oder die Dokumentation von Gesprächen mit Zeitzeugen sind einige der selbst auferlegten Aufgaben. Zudem möchte der Arbeitskreis die verdienstvolle Arbeit von Arnold Fortmann und Siegfried Prochnow fortsetzen, die 1989 zum Jubiläumsjahr „800 Jahre Weslarn“ eine umfangreiche Dorfchronik erarbeitet hatten. 

Das ist mittlerweile 30 Jahre her, daher werde es Zeit, die Chronik fortzuführen, so Bernhard Schmidt, der seit 2016 auch Ortsheimatpfleger für Weslarn ist. Wie gut die Arbeit ankommt, machen die Mitglieder unter anderem daran fest, dass die Weslarner Familien beim Zusammentragen der Informationen für den Dorfrundgang überaus bereitwillig mitgemacht haben. 

Außerdem gibt es noch einen weiteren nachhaltigen Beleg dafür, dass der Einsatz der Mitglieder des Arbeitskreises bestens ankommt. Das „Bildergucken“, zu dem der historische Arbeitskreis Weslarn regelmäßig einlädt, um die besten „Schätzchen“ aus dem historischen Fotoarchiv zu zeigen, ist stets bestens besucht. 

Daher schon mal zum Vormerken: Der nächste Termin für das „Bildergucken“ ist im kommenden März.

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