Seniorenheim Sonneneck ist mit allen Bewohnern umgezogen

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Von dem großen Aufenthaltsraum aus genießen die Bewohner den Ausblick auf den Kreisverkehr an der Gartenstraße.

Bad Sassendorf – Morgens kommen die Möbelpacker und abends ist alles fertig: Der Umzug ins neue Heim kann so einfach klingen. Wenn ein komplettes Altenheim mitsamt 45 Bewohnern umzieht, und das auch noch unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie, dann sieht die Sache etwas anders aus. Genau diese Aufgabe hat das Seniorenheim Sonneneck inzwischen jedoch gemeistert, der Einzug in den Neubau an der Gartenstraße ist vollzogen.

Einen langen Arbeitstag mit 16 Stunden hat der Kraftakt gedauert, berichtet Inhaber Kai-Uwe Groll. Dem Team des Seniorenheims und den Helfern blieb nichts anders übrig, als diese lange Schicht durchzuziehen, denn am Umzugstag war die Brandmeldeanlage im Altbau abgeklemmt und auf den Neubau umgeschaltet worden. Der Umzug musste fertig werden. 

Dabei sind die Dimensionen mit einem normalen Wohnungswechsel kaum zu vergleichen, denn was sonst mit einem Mal erledigt ist, wurde beim Umzug des Seniorenheims zigfach erforderlich, so Groll: „60 Leute wollen Telefon, 60 Leute wollen Fernsehanschluss, 60 Leute, die hier noch ein Bild, da einen Spiegel aufgehängt haben möchten.“ 

Im Gegensatz zum alten Standort bietet der Neubau deutlich mehr Platz, dies komme der Einreichtung gerade auch wegen Corona entgegen, betont Inhaber Kai-Uwe Groll.

Zudem mussten die privaten Möbel und Habseligkeiten der Bewohner ebenfalls zum neuen Domizil transportiert werden. Also fast 60 Mal Schränke ausräumen und Sachen packen, Möbel abbauen, umziehen, Möbel aufbauen, Umzugskisten wieder auspacken. 

Erschwerend kamen die erforderlichen Schutzmaßnahmen wegen Corona hinzu. Zum einen konnten deshalb die Angehörigen der Bewohner beim Packen nicht mithelfen. Zum anderen mussten die Kontaktbeschränkungen für die Senioren eingehalten werden. Im Einsatz waren am Umzugstag deshalb drei Teams. Eine Gruppe aus der Belegschaft war ausschließlich im Altbau mit dem Einpacken beschäftigt. Außerhalb war ein Team ausschließlich für den Transport der Möbel und Umzugskartons eingesetzt. Ein drittes Team war im Neubau mit dem Einrichten der Zimmer befasst. 

„Erst ganz zum Schluss sind die Bewohner herüber gekommen, ohne Kontakt zu den Helfern“, berichtet der Inhaber. Groll zufolge genießen alle nach dem Kraftakt inzwischen den neuen, weitläufigen Neubau: „Im Großen und Ganzen sind alle begeistert, es ist schon ein ganz anderes Wohnen, das Gebäude ist viel größer.“ 

Auch die Angehörigen könnten die Senioren unter Einhaltung der Corona-Schutzvorschriften inzwischen wieder für kurze Treffen besuchen, hier wirke sich ebenfalls positiv aus, dass der Neubau deutlich mehr Platz bietet. Dass das „neue Sonneneck“ Anklang findet, ist Groll zufolge auch daran abzulesen, dass bereits 58 der 60 Plätze bereits belegt sind, und das ganz ohne Werbung.

Kurzeitpflege, Tagespflege und anderes stehen noch aus

Neben den 60 Plätzen für die Bewohner will das Seniorenheim Sonneneck auch Plätze für die Kurzzeitpflege bieten, diese ist jedoch noch nicht gestartet. Ebenso ist eine Tagespflege geplant, hier müssen aber noch die Tagessätze festgelegt werden. Auch in Zeiten von Corona seien diese Angebote möglich, aber unter Einhaltung entsprechender Auflagen, etwa ausreichend Abstand bei den Mahlzeiten. 

In dem Café der Einrichtung findet derzeit wegen Corona kein Publikumsverkehr statt. Gleiches gilt für den geplanten Kiosk, der mit seinem Warenangebot grundsätzlich auch für externe Kunden geöffnet sein soll. Diesen zusätzlichen Publikumsverkehr will die Einrichtung wegen Corona derzeit nicht riskieren, so Kai-Uwe Groll. Auch sei der Aufwand, etwa zur Registrierung der Gäste in dem Café einfach zu hoch.

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