Schwebebecken und seine Tücken: Auftrieb erschwert Schwimmern, die Beine auf den Grund zu kriegen

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Das Schwebebecken im Bau zeigt dieses Foto, das während der Anzeiger-Sommertour im August entstanden ist. Gut zu erkennen sind die Bügel und die Haltestangen am Rand. Die Beckentiefe liegt bei etwa 1,40 Meter.

Bad Sassendorf – Seit vergangenen Dienstag ist der erweiterte Saunabereich eröffnet, die ersten Tage sind überstanden – und erste Erfahrungen liegen auch vor. Nämlich die, dass das Schwebebecken mit seiner hoch konzentrierten Sole für Schwimmer nicht ganz ohne Tücken ist, weil der Auftrieb der Sole ungewohnt stark wirkt.

So bestätigte Badleiterin Ulrike Wieners auf Nachfrage, dass zwei schon recht betagte Schwimmerinnen beim Hineingehen in das Becken durch den Auftrieb bäuchlings in eine waagerechte Lage mit dem Gesicht unter Wasser geraten waren, aus der sie nicht ohne weiteres heraus kamen. Mitarbeiter der Therme hätten die Schwimmerinnen aus ihrer misslichen Situation befreit. 

„Man darf den starken Auftrieb in dem Schwebebecken nicht unterschätzen“, erläuterte Wieners. Gerade Schwimmer, die nicht mehr so beweglich sind, sollten beim Gang ins Schwebebecken darauf achten, dass sie in einer senkrechten, stehenden Position bleiben. Hilfsmöglichkeiten böten zudem die Haltestangen am Rand und die eigens montierten Bügel. 

Wer sich hier festhält, könne leicht die empfohlene Rückenlage zum Schweben einnehmen. Selbst dann kann es für nicht mehr so bewegliche Schwimmer wegen des starken Auftriebs schwierig sein, die Füße wieder auf den Boden zu bekommen. Wieners empfiehlt, die Beine stark anzuziehen und dann einen Fuß unter den Körper auf den Beckengrund zu bringen. Bei einer Wassertiefe von 1,35 bis 1,40 Metern sei es ohne Weiteres möglich, in dem Becken zu stehen. 

Im Vorfeld, so die Badleiterin, seien alle möglichen Aspekte bezüglich des Schwebebeckens bedacht und ausprobiert worden. Dass nicht mehr so bewegliche Schwimmer durch ungewollte Bauchlage in Schwierigkeiten geraten könnten, sei aber nicht zu erahnen gewesen. 

Die Therme werde das Hinweisschild am Schwebebecken über den Salzgehalt um Tipps über das richtige Verhalten in diesem speziellen Medium ergänzen. Überhaupt dürfe man die Sole, und gerade die hochkonzentrierte in dem Schwebebecken, nicht unterschätzen: „Wenn man nach längerer Zeit aus dem Becken heraus kommt, fühlt man sich schwer wie Blei."

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