Schnelles Internet wahrscheinlich ab April

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In Kabelsträngen wie diesem befinden sich die Glasfaserleitungen, die eine viel größere Kapazität haben als Kupferkabel.

BAD SASSENDORF - Voraussichtlich ab April steht in den Ortsteilen Bettinghausen und Ostinghausen ein leistungsfähiges Glasfasernetz zur Verfügung. Der Ausbau der Breitbandversorgung läuft derzeit.

Der Zeigefinger auf der rechten Maustaste, der Blick starr auf den Bildschirm gerichtet – doch da tut sich gerade nichts, der Datentransfer aus dem Internet dauert mal wieder. Wer lediglich über eine langsame Verbindung ins weltweite Netz verfügen kann, kennt diese Erfahrung. Für Bettinghausen und Ostinghausen zeichnet sich allerdings ein Ende der „Datendiaspora“ ab.

Der Bau der entsprechenden Glasfaserleitung vom Knotenpunkt in Horn laufe derzeit, erklärte Reinhard Rohleder, der bei der Deutschen Telekom für den Breitbandausbau zuständig ist. Zwischenzeitlich war erwogen worden, die beiden Dörfer im Norden von Weslarn aus anzubinden. Dies ist allerdings schwierig, da es sich um unterschiedliche Vorwahlbereiche handelt.

Hintergrund für den Breitbandausbau ist ein Förderverfahren, in dem die Maßnahme ausgeschrieben wurde. Der mit der Telekom vereinbarte Kooperationsvertrag sieht vor, dass binnen zwölf Monaten bis Ende Mai der Ausbau erledigt sein muss. Voraussichtlich steht den beiden Dörfern aber bereits im April eine schnelle DSL-Verbindung zur Verfügung. Im Download stünden dann 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) zur Verfügung, im Upload wären es zehn Mbit/s, erläuterte Rohleder. Im Vergleich zu den bisher allenfalls verfügbaren „langsamen Leitungen“ wäre das im Download 50 Mal schneller, das Hochladen von Fotos zwecks Versenden würde zehn mal schneller gehen.

Fragen und technische Möglichkeiten will die Telekom den Einwohnern Bettinghausens und Ostinghausens in einer Info-Veranstaltung im März erläutern.

Schnelles Internet für Bettinghausen und Ostinghausen ist eine seit Jahren geäußerte Forderung. Ersatzweise setzten einige Einwohner auf Funklösungen, die im Fall der Firma Paracom allerdings nicht immer hielten, was der Anbieter versprach.

Die Finanzierung für den Ausbau der Breitband-Leitung erfolgt – wie Wolfgang Stember, Fachbereichsleiter für Gemeindeentwicklung, erläuterte – teils aus Gemeindemitteln, zum Großteil jedoch aus Fördermitteln des Landes Nordhrein-Westfalen. - tbg/hip

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