Quellenhof: Millionen-Investition, um Klinik zu stärken

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Ergotherapeutin Frauke Drabick begleitet Barbara Bergmann über den Indoor-Gangparcours mit unterschiedlichen Bodenbelägen wie Kies, Pflaster oder Teppich.

Bad Sassendorf. „Wir befinden uns auf der Zielgeraden.“ Das sagt Stephan Eydt, Geschäftsführer der Bäder-Holding, zum Fortschritt des Umbaus am Quellenhof. Dazu gehört die neue geriatrische Reha-Abteilung als ergänzender Schwerpunkt – zusammen mit der Orthopädie eine Kombination, die in der näheren Umgebung sonst nicht gibt und ohnehin nur an wenigen Standorten. 

Zehn Millionen Euro seien in die Hand genommen worden, um das Haus für die Zukunft zu stärken, so Stephan Eydt. Voraussichtlich bis Weihnachten seien die Hauptarbeiten abgeschlossen. Ist zu Beginn des neuen Jahres alles unter Dach und Fach, besteht in Bad Sassendorf eine moderne Klinik für Altersmedizin. 

Ziel des Teams von Ärzten, Therapeuten und die Pflegepersonal ist es, die Patienten auf qualitativ hohem Niveau zu mobilisieren, sie wieder fit für den Alltag zu machen und sie auf ihre häusliche Umgebung vorzubereiten. Fakt ist: Die Menschen werden älter und haben multiple Begleiterkrankungen. „Zu uns kommen in der Regel die über 70-Jährigen“, erläutert Frank Böttiger, der Chefarzt der Geriatrie. Er spricht von einer großen Nachfrage aus dem hiesigen Bereich, aber auch darüber hinaus.

 Die Patienten möchten zum Beispiel nach Brüchen, die sie sich bei Stürzen zugezogen haben, wieder aktiv sein. Manche haben leichte kognitive Einschränkungen, etliche mehrere altersbedingte Beschwerden, auch internistischer Art. Alle brauchen professionelle Hilfe, um mit ihren gesundheitlichen Einschränkungen klarzukommen, ihre Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. 

Hier setzt die Reha im Quellenhof ganzheitlich an. Die derzeitigen Arbeiten passen das räumliche Konzept der inhaltlichen Ausrichtung an. Dabei gelte als Leitlinie, mehr Patientenkomfort zu schaffen sowie Barrierefreiheit und kürzere Wege – auch für das Personal, erläuterten gestern bei einem Rundgang mit dem Anzeiger Frank Böttiger, Stephan Eydt und die Verwaltungsleiterin Monika Hansbuer.

 Ein Anbau verbindet jetzt die beiden Bettenflügel des Hauses zwei und drei. Den Patienten stehen dort kernsanierte, hell und freundlich ausgestattete Zimmer mit geräumigen Bädern zur Verfügung. Die funktionale Struktur bringt den Vorteil, schneller und einfacher von einem Punkt zum anderen zu kommen. Die Patienten wohnen ausschließlich in Einzelzimmern, die nahe an dem im Mittelteil zentral eingerichteten Pflegestützpunkt liegen. Stark bewegungseingeschränkte Patienten haben die Möglichkeit, die Mahlzeiten in den Essräumen auf den einzelnen Etagen einzunehmen. 

Wer im Quellenhof eine Reha macht, der genießt die Lage mitten im Grünen, wobei sich die Bäume vor den großen Fenstern gerade jetzt in den bunten Farben des Herbstes zeigen. Der Betrieb läuft – zum Beispiel auf dem Indoor-Gangparcours mit unterschiedlichen Bodenbelägen wie Pflaster, Holz oder Kiesel. Die Patienten üben, Treppen zu steigen oder über Erhebungen zu gehen. Im Werkraum trainieren sie ihre Feinmotorik. 

Ist der zweite Bauabschnitt abgeschlossen, ist die 140-Betten-Klinik komplett renoviert.

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