Enthüllung 

Hebammen-Denkmal würdigt Johanna Volke und ihren Berufsstand

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Bad Sassendorf – Von gedrungener Statur, das Fahrrad zur Seite, die Hebammentasche auf dem Gepäckträger und Hund Asso als Begleiter: So steht sie da, und dass sie noch einen Weg vor sich hat, deuten die Fuß- und Radspuren an, die Bildhauer Michael Düchting vor der Figur auf dem Grünsandsteinblock angedeutet hat.

Wohin der Weg führt, bildet ein kleiner Stein vor der Figur ab, in den die Kirchtürme von Sassendorf, Lohne und Weslarn sowie Häuser und Symbole für die heimische Landschaft eingemeißelt sind.

Dieser weite Wirkungskreis und Utensilien wie das Fahrrad machen deutlich: Der Einsatz als Hebamme bei Wind und Wetter war nicht immer ein Zuckerschlecken. Gerade deshalb, bekräftigte Bürgermeister Malte Dahlhoff anlässlich der Einweihung, habe Johanna Volke ein Denkmal verdient für ihren Einsatz für Mutter und Kind, noch dazu in der schwierigen Kriegs- und Nachkriegszeit. Dass Johanna Volke zudem für viele eine wichtige Person der Ortsgeschichte ist, hätten die vielen Spenden zugunsten des Kunstwerks gezeigt, so Dahlhoff. 

Hinzu kamen am Donnerstag Spenden zugunsten des Denkmals und zugunsten des Johanna-Volke-Familienzentrums von der Firma Bübchen als Ausrichter des Hebammenkongresses. Diese aktuell laufende Veranstaltung im Tagungszentrum bot den passenden Anlass, um das Kunstwerk unter der Beteiligung vieler Hebammen der Öffentlichkeit zu übergeben.

Das griff Andrea Wynk als erste Vorsitzende des Hebammenkreisverbandes und im Namen des Hebammenlandesverbandes in ihrem Grußwort gerne auf. Dem schloss sich auch Petra Welskop vom Österreichischen Hebammengremium an.

Zum Auftakt der Veranstaltung, die bis auf die Denkmalenthüllung wegen des Wetters in der Kulturscheune stattfand, trugen Volker Kneisel und Julia Jöster ein Gedicht zu Ehren Johanna Volkes vor.

Pfarrer Christian Casdorff schilderte den Entstehungsprozess des Denkmals, das nun im Eingangsbereich von Hof Haulle zum Verweilen einlädt. Diese Einladung möchte Bildhauer Michael Düchting ganz konkret verstanden wissen, mit einer Höhe von 70 Zentimetern dürfen sich die Betrachter auch gerne zu der Figur auf den Sandsteinblock setzen und, so Düchting, vielleicht ein wenig nachsinnen über die älteren Generationen und über die Lebensleistung gerade auch vieler Frauen.

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