Stabübergabe in der Klinik am Park

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Laura Limberger (29) übernimmt die Führung von Frauke Balsters (67).

Bad Sassendorf - Nach dem Verkauf der „Klinik am Park“ in Bad Sassendorf im letzten November gehört das alt eingesessene Haus nun zur „Medical Park“-Gruppe. Deshalb werden die Weg weisenden Entscheidungen nun nicht mehr im Ort, sondern in der Konzernzentrale in Bayern getroffen. Die erste steht Ende Februar an.

Am Konferenztisch im Verwaltungstrakt der Klinik sitzen zwei Generationen nebeneinander: Hier Frauke Balsters, die als ehemalige Klinikleiterin und aktuelle Repräsentantin die Abläufe und Befindlichkeiten im Haus genau kennt. Balsters ist 67 Jahre alt. Dort Laura Limberger, 29, jüngste Geschäftsführerin in der Gruppe – und seit Mitte Januar zuständig für das 190-Betten-Haus, das jetzt offiziell „Medical Park Bad Sassendorf“ heißt.

Noch bis nächste Woche arbeiten die beiden zusammen: Balsters übergibt, Limberger übernimmt. „Die gemeinsame Zeit hier war sehr gut, um viel Wissen abschöpfen zu können“, befindet Laura Limberger. Schließlich seien viele Dinge nirgendwo niedergeschrieben. Von „guten Gesprächen in vielen Bereichen“ ist die Rede, und davon, dass alle Mitarbeiter übernommen würden, kein Arbeitsplatz in Gefahr sei. 

Auf die Frage, ob größere Veränderungen ins Haus stehen, schütteln Frauke Balsters und Laura Limberger einhellig den Kopf. „Das entscheidet der Herr Freiberger“, sagt Laura Limberger. Ernst Freiberger, das ist der Kopf des Familienunternehmens „Medical Park“ mit Sitz im bayrischen Amerang. 100 Tage Zeit habe der sich erbeten, um ein Konzept für den neuesten Zukauf in Bad Sassendorf vorzulegen. Ende Februar läuft die Frist ab. Von baulichen Veränderungen ist die Rede. Eine Erweiterung des Standorts, unter anderem mit dem Nachbargebäude Hof Hueck, werde durchdacht, hieß es schon im November aus der Zentrale. Ob die tatsächlich kommen? Und in welchem Umfang? Schulterzucken im Verwaltungstrakt in Bad Sassendorf.

Dafür ist klar, was auf jeden Fall bleiben soll: die medizinische Ausrichtung. Weiterhin sollen Reha-Patienten im Bereich Innere Medizin und Orthopädie betreut werden, die Chefärzte sollen bleiben und weiter soll das Haus offen bleiben für Kassen- wie Privatpatienten. Kontinuität ist angesagt. 

Das betrifft auch die „innere Ausrichtung“. Beim Blick auf das Leitbild der Medical Park-Gruppe ist eine Assoziation nach Bad Sassendorf nicht schwer. Die Gruppe hat sich dem Slogan „Gesundwerden und Wohlfühlen in traumhafter Lage“ verschrieben. Eine Philosophie, die der in Bad Sassendorf sehr nahe kommt, wo man das Wohlfühlen und den Menschen auch bisher in den Mittelpunkt gestellt hatte.

Das soll so bleiben. Und ausdrücklich die Mitarbeiter des Hauses einschließen. „Man fühlt sich hier wie in einer kleinen Familie“, sagt Laura Limberger, in der sie sich sehr rasch aufgenommen gefühlt habe. „Meine Aufgabe sehe ich darin, die Unternehmenskultur der Gruppe hier an den Standort zu bringen“, meint sie. Was das konkret bedeutet, wird sich – auch – Ende Februar zeigen. Frauke Balsters jedenfalls ist zuversichtlich. „Wir hatten im vergangenen Jahr viele Angebote, als wir verkaufen wollten.“ Aber am Ende sei es dem Eigentümer Hartwig Barthold in erster Linie darum gegangen, einen Partner mit ähnlicher Philosophie zu finden. Frauke Balsters befindet: „Das ist uns gelungen. Und deshalb bin ich sicher, dass es hier auf jeden Fall noch schöner wird.“

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